Gegner von ACTA legen die Internetseiten des Europäischen Parlaments lahm

Gestern legten Unbekannte die Internetseiten des Europäischen Parlaments lahm. Es war eine massive Distributed Denial of Service- Attacke (DDoS), die schon vormittags begann und sich bis zum Abend. Die Internetseiten waren stundenlang unerreichbar.

Der Angriff ist eine der vielen Protestaktionen gegen das umstrittene Abkommen Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA), das geheim und ohne Mitwirkung zustande kam und unter dem Deckmantel von Copyright-Schutz die Kassen der vorwiegend amerikanischen „Rechteinhaber“ füllen und die Rechte der Internetuser und Provider beschränken will und gestern von 22 Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurde.

ACTA gilt als die weltweite Variante der amerikanischen Gesetze SOPA und PIPA, die auch in den USA inzwischen so umstritten sind, dass die gestrige Anhörung dazu im Kongress unbestimmt verschoben wurde. Selbst die Initiatoren haben sich inzwischen schon von SOPA und PIPA distanziert.

Nur die CDU setzt sich noch über die Interessen der Menschen hinweg und singt das Loblied auf ACTA: „Ein Meilenstein im Kampf gegen Marken- und Produktpiraterie“.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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