Die Gema macht Youtube für Proteste verantwortlich

Im Grunde kann die Gema machen, was sie will, denn sie braucht als Verein von niemandem Weisungen entgegen nehmen. Sie stellt sich gerne als eine art karitative Einrichtung dar, die sich um das Wohlergehen der Urheber sorgt.

In Wirklichkeit aber bekommen die meisten Mitglieder so gut wie nichts vom Kuchen – außer den oberen 3000. Nach ihrem Geschäftsbericht hat die Gema z.B. 2010 860 Millionen erwirtschaftet, davon 130 für ihre zwei Niederlassungen und die sieben Bezirksdirektionen mit insgesamt über 1.000 Mitarbeitern (nicht zu vergessen: die Vorstandsgehälter!) selbst verbraten und 730 Millionen an die Mitglieder ausgeschüttet. Der Vorstandsvorsitzende Harald Heker ging in dem Jahr mit 484.000 € nach Hause, Rainer Hilpert und Georg Oeller mit 332.000 bzw. 264.000 €.

Mit Youtube haben sich so ziemlich alle Rechteinhanervertreter auf akzeptable Bedingungen für alle Beteiligten geeinigt – nur die deutsche Gema nicht. Deshalb sieht man immer wieder, wenn man ein Musikvideo sehen möchte den Hinweis: Die GEMA will das leider nicht.

Jetzt will der Rechtevertreterverein die Preise für Veranstaltungen mit Musik drastisch um im Mittel 500 %, in der Spitze um 1.600 % erhöhen. So soll beispielsweise ein großer Dancefloor den Betreiber eines Clubs nicht mehr 9.614, sondern 164.865 € kosten.

Clubs und Diskotheken fürchten um ihre Existenz. Der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Ernst Fischer sagte dazu: “Viele Musikveranstaltungen in Gastronomie und Hotellerie werden nach der geplanten Gebührenerhöhung nicht mehr finanzierbar sein.”

Überall im Lande und vor allem im Internet wird gegen die Gema und ihr selbstherrliches Verhalten protestiert. Die Gema missbraucht ihre Monopolstellung!

Die Gema macht inzwischen auf Verschwörungstheorie: Youtube soll angeblich mit 20 bis 30 PR-Mitarbeitern versuchen, gezielt das Gema-Image zu verschlechtern, um diese im Internet-Streit nachgiebiger zu machen.

Ein Sprecher der Suchmaschine Google, der Youtube gehört, wies darauf hin, dass Youtube in Deutschland nur eine PR-Beauftragte für Youtube hat…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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