Google geht gegen den Hoax Google Nest vor

GoogleNestAuf der Internet-Konferenz Re:publica stellten Aktionskünstler in dieser Woche fiktive neue, sehr absurde Produkte von Google gegen die Privatsphäre vor. Google sieht seine Markenrechte verletzt und fürchtet, viele könnten die Parodie ernst nehmen.

Über den gelungenen Google-Hoax wurde auf der Konferenz noch am folgenden Tag geredet: Die Aktionskünstler vom Peng! Collective hatten am Mittwoch eine Website mit vier erfundenen und absurden Google-Produkten ins Netz gestellt, und einige (eingeweihte) Politiker und Bürgerrechtler reagierten darauf mit gespielter Empörung.

Nachmittasg stellten sich dann auf der größten Bühne der Konferenz zwei Schauspieler als Paul von Ribbeck und Gloria Spindle von Google vor und präsentierten diese neuen Fake-Produkte. Und selbst erfahrene Netzaktivisten hielten die Satire lange für echt.

Nach einem Bericht von Golem schreibt jetzt das Google Trademark Team in einer freundlichen, aber unmissverständlichen Email an die Künstler : “Bitte verstehen Sie, dass wir kein Problem mit dem Konzept von Parodien oder Kritik haben. In diesem Fall aber sind wir besorgt, (…) dass Nutzer in die Irre geführt werden könnten, was die Herkunft und das Ziel Ihrer Aktion angeht.”

Und dann kommen in der Art einer Abmahnung jede Menge rechtliche Forderungen von Google – mit einer Fristsetzung bis Montag. Der Widerstand wird schon organisiert…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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