Gott will keinen Tanz am Karfreitag

KruzifixIch würde mit dem alten Sack mit dem weißen Bart gerne mal ein wenig Tacheles reden.

Nicht dass ich unbedingt am Karfreitag tanzen möchte – das möchte ich auch an keinem anderen Tag, denn da besteht die Gefahr, dass ich wegen eines reichlich abgenutzten Körpers sehr schnell umfalle.

Aber ein kritisches Kabarett statt „Die zehn Gebote“ im Fernsehen – das hätte schon was…

Gerade an Tagen wie dem Karfreitag frage ich mich immer wieder, wann die Menschen endlich ihren archaischen Götterglauben ablegen und statt dem Paradies im Himmel – egal mit wie vielen Jungfrauen oder Halleluja-Chören – das Wohlergehen aller anderen Menschen zum Ziel eines erfüllten Lebens machen.

Was Gott so alles will

„Gott will keinen Tanz am Karfreitag“ oder „Gott will, dass Du den Ungläubigen den Kopf abschlägst“ sind im Grunde Forderungen von derselben Sorte, aber aktuell wie eh und je. Irgendwelche Priester, Mullahs, Imame, Schamanen oder weiß der Teufel welchen Titel die selbsternannten Religionsausleger tragen überlegen sich, wie es ihnen besser gehen könnte als den anderen und und verkaufen der ungebildeten Masse die Quintessenz daraus als „Gottes Wille“.

Die christlich-katholische Variante dieser Profiteure der Unwissenheit der meisten Menschen schafft gerade für alle Sakristeien runde Tische an, damit sich die Priester nicht immer die Beckenknochen stoßen, wenn sie mit steifem Schwanz hinter den Messdienern herrennen.

Die muslimische Variante geht mehr dazu über, andersgläubige Männer zu köpfen und deren Frauen und Mädchen als Sexsklaven zu halten oder zu verkaufen – je nach Kassenlage.

Im Fokus: Die Bischofsstadt Limburg an der Lahn

In Limburg wurde sogar der „Car-Freitag“ der Auto-Tuner „im Namen Gottes“ verboten. Vermutlich bestand da der Verdacht, dass die Teilnehmer  der Veranstaltung dabei Freude am Leben empfinden könnten – und das versaut den ganzen, in Generationen mühsam anerzogenen Schuldkomplex, eine der wichtigsten Grundlagen für die Indoktrination des Nachwuchses durch die kranken Ideologen der katholischen Kirche.

Limburg_an_der_Lahn-Dom_mit_Altstadt_von_Suedwesten-20140402Sie erinnern sich sicher an den wackeren Gottesmann Tebartz van Elst mit seiner preiswerten Doppelbadewanne, der in dieser Stadt bis letztes Jahr das Wort Gottes verkündete und alles Geld des Bistums einem Armen gab – dem armen Bischof Tebartz van Elst nämlich…

In nomine Domini – Gottes Wirken in der Welt

Am gestrigen Karfreitag wurden in der kenianischen Universität Garissa 147 Menschen im Namen Gottes grausam ermordet, weil sie keine Koranverse aufsagen konnten und damit Ungläubige waren.

Wohin Sie auch schauen, ob zum Irak, nach Syrien oder in den Iran, nach Kenia, Somalia, Libyen, Israel, Palästina oder in den Jemen – überall wird im Namen Gottes unterdrückt, vergewaltigt und gemordet.

CharlieHebdo20150114Auch Europa war und ist nicht frei von dem Schwachsinn. Vom dreißigjährigen Krieg über Nordirland bis hin zu einem jüdischen Supermarkt in Paris und dem Satire-Magazin Charlie Hebdo zieht sich der Bogen von Gewalt im Namen Gottes.

Mein Leben lang habe ich nach Gott gesucht, um ihm/ihr deutlich klar zu machen, dass er/sie seine/ihre Schäflein mal kräftig an den Eiern packen müsste. Ich hatte in fast 70 Jahren aber keine Chance. Jemanden zu finden, der das nicht will, ist schon schwierig – jemanden zu finden, den es nicht gibt, ist logischerweise unmöglich!

Religion in der Öffentlichkeit gehört verboten

Die Lösung des Problems liegt eigentlich auf der Hand: Die Ausübung von jeglicher Religion und Missionierung in der Öffentlichkeit sollte dringend per Gesetz verboten werden.

Was jemand in seiner Privatwohnung macht, ob dort verirrte und verwirrte indoktrinierte kleine Geister einen oder mehrere Götter anbeten möchten, das sei ihnen freigestellt. In der Öffentlichkeit möchte ich aber keine Kopftücher, Kruzifixe, Kirchen oder Moscheen mehr sehen und mich auch nicht mehr an einem Pabst im Fernsehen ergötzen, der seine Schäflein lehrt, dass sie ihre Kinder schlagen sollen – aber mit Würde.

Die deutsche Realität

Ich weiß, dass das in Deutschland, wo eine tumbe Pfarrerstochter (Stasi-Merkel) die Regierungsgewalt hat und ein in Sünde lebender Ex-Pastor (der Gauckler) das höchste Staatsamt bekleidet, schwierig durchsetzbar ist.

Und wenn ich mal die Jugend der späten 60er Jahre mit der heutigen vergleiche, die offensichtlich in Sachen Ausbeutung, Bespitzelung und religiöse Gewalt ein unheimlich dickes Fell hat, sehe ich ziemlich schwarz für die Zukunft der Menschheit auf einem Planeten, den die Oligarchie USA schon so gut wie zu Grunde gerichtet hat.

Damals ging man noch für seine Rechte und gegen die Unterdrückung anderer auf die Straße und protestierte. Heute ist es dem Nachwuchs wohl wichtiger, so lange wie möglich in einer Position zu verbleiben, die einem den Kauf des neuesten iPhone aus dem Hause Apple noch erlaubt – Ausspähung bis in die Unterhose mit inbegriffen.

Was wollte ich noch sagen? Ach ja: Frohe Ostern!

Bilder: Limburger Dom / GFDL 1.2 / Mylius und Charlie Hebdo

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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