Gratis-Entschlüsselungtool für Ransomware MegaLocker

Für Opfer  von Erpressungs-Trojanern ist es immer ein guter Tipp, verschlüsselte Dateien aufzubewahren. Häufig erscheinen nach einigen Wochen oder Monaten nämlich kostenlose Entschlüsselungs-Tools, mit denen man die verschlüsselten Dateien wieder entschlüsseln kann. So ist es jetzt auch bei der Ransomware MegaLocker, die auch als NamPoHyu bekannt ist und die verschlüsselten Dateien mit der Endung „.nampohyu“ versieht.

Wer davon betroffen ist, sollte sich den Emsisoft Decrypter for MegaLocker herunterladen. Der Schädling MegaLocker hat es seit Mitte April auf Samba-Server abgesehen.

Die Spezialität von MegaLocker ist der IT-Nachrichtenseite Bleepingcomputer.com nach, dass die Angreifer den Trojaner lokal auf ihrem eigenen Computer laufen lassen und dadurch den Server aus der Ferne verschlüsseln können. Um Zugriff auf einen Opfer-Rechner zu bekommen, scannen sie nach ungeschützten Samba-Servern und knacken die Passwörter mit Brute-Force-Angriffen.

Um mit dem Tool arbeiten zu können, müssen die Opfer über eine Erpresserbotschaft verfügen. Das sollte aber nicht schwierig sein, denn die Datei ist mehrfach im Txt-Format über den gesamten Computer verteilt abgespeichert..

Auf Basis dieser Datei kann das Werkzeug den Schlüssel für die betroffene Daten errechnen. Danach wählt man Ordner mit verschlüsselten Dateien aus. Mit Klick auf die Schaltfläche „Start“ beginnt der automatische Entschlüsselungsprozess.

Der Entwickler von MegaLocker hat sich nun gemeldet und damit gedroht, die Höhe des Lösegeldes zu verdoppeln und den Verschlüsselungsalgorithmus anzupassen, damit das Tool nicht mehr funktioniert – offensichtlich ist der kriminelle Hacker ziemlich angepisst. Aktuell wurde aber trotz der markigen Sprüche noch keine entsprechend angepasste Version des Erpressungstrojaners gesichtet…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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