Haben Sie die Earth Hour 2019 bemerkt?

Letzte Nacht war es wieder soweit: Am 30. März um 20.30 Uhr Ortszeit machten Millionen Menschen, Städte und Wahrzeichen auf der ganzen Welt für eine Stunde das Licht aus.

Und das war dann die Earth Hour, mit der man seit 2007 sein schlechtes Gewissen (gestern auf dem Markt eine Plastiktüte angenommen…) in Sachen Klimaschutz besänftigen kann. Oder auch nicht – je nachdem, wie intensiv man darüber nachdenkt.

Eine Stunde Licht aus bringt angeblich ein gutes Gewissen

Schließlich dürfte doch nur einmal im Jahr eine Stunde lang das (schwache) Licht auszuschalten wohl  etwas zu einfach sein, um auf diese Tour ein gutes Klimagewissen für sich abzugreifen und als Mitnahmeeffekt dazu auch gleich noch sein Klima-Kharma ein wenig aufzupimpen.

Das gilt in ganz besonderem Maße für Mitmenschen, die schon seit Jahren keine Glüh-, Halogen- oder Leuchtstofflampen mehr verwenden, sondern ihre gesamte Beleuchtung inzwischen auf effiziente LED-Lampen umgestellt haben, denn gerade bei diesen ist die Stromersparnis durch eine solche Aktion dann ja wirklich nur noch marginal.

Bei mir hat die Aktion gestern Abend für das gesamte Jahr 2019 genau 12 Wattstunden Ersparnis im Wert von 0,36 Cent gebracht – und der Meeresspiegel ist dabei offensichtlich auch nicht zurückgegangen. 😉

Mit Sprüchen wie „Gemeinsam setzen wir so ein starkes Zeichen für einen lebendigen Planeten und fordern mehr Klimaschutz.“ (zu lesen beim WWF) wird der Klimawandel nicht im Ansatz aufgehalten.

Natürlich ist es nötig, die Erderwärmung auf 1,5° zu beschränken, ansonsten wird sie katastrophale Konsequenzen für uns Menschen und den Rest der Natur haben. Immerhin droht durch die Erderwärmung jede sechste Art auszusterben. Der Klimawandel ist aktuell die größte Bedrohungen für unseren lebendigen Planeten.

Wie wäre es mal mit wirksamen Maßnahmen?

Für viele Menschen ist die seit 2007 stattfindende Earth Hour inzwischen nur noch eine reine Symbolshow – gerade mal geeignet, um ein paar abgedunkelte öffentliche Gebäude abends kurz mal in die Nachrichten zu bringen.

Wirksamere Maßnahmen, die Sie selbst in der Hand haben, sind zum Beispiel:

  • Die komplette Umstellung der Beleuchtung auf LED-Lampen!
  • Kein unnötiges Plastik verwenden!
  • Wäsche waschen bei 30°!
  • Den Wasserkocher nicht mit Kleinstmengen Wasser einschalten
  • Beim Kochen: Deckel auf den Topf!
  • Keine Geräte auf „Standby“ laufen lassen!
  • Zu Ökostrom überwechseln!
  • Neuen, effizienteren Kühlschrank kaufen!
  • Auto verkaufen!

Bei den nachstehenden dringenden Maßnahmen braucht man leider auch die Politik:

  • Das Beenden der Verstromung von Kohle, Öl und Gas
  • Die Unterstützung des Pariser Klimaabkommens
  • Elektroautos mit regenerativer Energie echt fördern
  • Verbote für Insektenkiller wie Glyphosat

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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