Haben zyprische Banken den Politikern Millionen geschenkt?

ZypernKlar, wer über 5 % Zinsen, gibt, während andere sich noch mit einem Prozent schwer tun, hat als Bank nicht das optimale Geschäftsmodell für wirtschaftliche Prosperität. Aber es gibt offensichtlich noch andere Gründe:

Nach der schon bekannten sogenannten Lagarde-Liste, die mutmaßliche Steuersünder auflistete und jahrelang von der Regierung einfach ignoriert wurde, macht eine neue Liste jetzt Furore und gibt Hinweise, wieso die zyprischen Banken in die Pleite steuerten.

Nach Recherchen des Magazins Spiegel stehen auf der Liste Firmen und prominente Politiker aus Zypern, denen heimische Banken angeblich großzügig Kredite erließen. Einige Beispiele der Bank of Cyprus:

  • 2,8 Millionen für ein Hotel mit Verbindungen zur kommunistischen AKEL-Partei
  • 193.000 € für eine Gewerkschaft
  • 101.000 € Schuldenerlaß für einen DESY-Abgeordneten
  • 1,28 Millionen für den Bruder eines Ministers der DIKO
  • 17.000 € für einen Bürgermeister

Bei der Laiki Bank, die jetzt abgewickelt wird, waren es  abgeschriebene Kredite an Abgeordnete von AKEL und DISY. Alleine 5,8 Millionen Dollar für ein Unternehmen im Mehrheitsbesitz eines bekannten zyprischen Politikers.

Von der kleineren Hellenic Bank ist nur ein problematisches Geschäft ruchbar geworden. Sie hat der Firma einer kleineren Partei 543.000 € eine Millionenkredits erlassen.

All diesen korrupten Betrügern helfen wir gerade wie immer gegen geltendes Recht (systemrelevant ist Zypern für die Eurozone nicht – also darf nach Recht und Gesetz auch kein Geld dahin fließen) auf die Beine.

Kein Wunder, dass bald niemand mehr ein solches Europa der Finanzartisten will!

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