Hacker läßt nach sächsischem Innenminister fahnden

InterpolSS
UlbigMarkus_by_SteffenPrößdorfCCBYSA3_Ein deutscher Innenminister wird von Interpol gesucht. So stand es jedenfalls für kurze Zeit auf der Internetseite der internationalen Polizei. Die Meldung hatten Hacker dort eingestellt, um so eine Sicherheitslücke auf der Seite zu demonstrieren.

Davon betroffen war der Massenüberwacher und sächsische Innenminister Markus Ulbig.

wurmdDie Auswahl ihres “Opfers” begründeten die ja eher freundlichen Hacker so: “Sprach sich für Massenüberwachung von 55.000 Handynutzern aus, die zur Sammlung von mehr als einer Million Metadaten führte.”

Für mich ist diese Auswahl gut nachvollziehbar und die Nachricht zauberte mir das erste Lächeln des Tages ins Gesicht. Insbesondere, daß neben dem Überwachungsfreund Ulbig auch mein Jugendfreund Pacman über die Cross-Site-Scripting-Lücke (XSS) von Hacker Mathias Ungethüm auf die Fahndungsliste gesetzt wurde…

Übrigens hatte der Hacker Interpol schon Ende Mai von der Sicherheitslücke unterrichtet – ohne irgendeine Reaktion. Nach dem gestrigen Bericht im MDR wurde die Lücke umgehend geschlossen.

Foto: Markus Ulbig, Steffen Prößdorf, CC BY-SA 3.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Internet, Kommentar, News, Politik, Recht, Sicherheit abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.