Hartz-Mythos durch Studie entzaubert

ContainerhafenDas deutsche Jobwunder machte die Hartz-Reformen zum Vorbild für die Krisenländer in Europa. Jetzt räumt eine neue Studie mit diesem Mythos auf: Nicht etwa die Agenda 2010 habe Deutschland zur wirtschaftlichen Supermacht mit niedrigen Arbeitslosenzahlen gemacht, sondern die Unabhängigkeit der Unternehmen und der Gewerkschaften vom Staat.

Merkel, Schröder, Sarkozy – sie alle lagen daneben mit ihrer Einschätzung, sagen die vier Autoren einer neuen Untersuchung, die in der kommenden Woche im renommierten “Journal of Economic Perspectives” erscheinen wird und dem Spiegel schon vorliegt.

Der allseits bestaunteWandel Deutschlands vom “kranken Mann Europas zum ökonomischen Superstar” werde fälschlicherweise immer wieder den Hartz-Reformen zugeschrieben, sagen die Autoren. Dabei sei ein regelrechter Mythos entstanden, mit dem dringend aufgeräumt werden müsse.

Denn Hartz habe lediglich geholfen, die Langzeitarbeitslosigkeit zu reduzieren. Die deutsche Wettbewerbsfähigkeit hätten diese Instrumente – wie beispielsweise flexibilisierte Leiharbeit oder Einführung von Minijobs – aber kaum gesteigert. Der Studie zufolge das deutsches Wundermittel, das Deutschland wieder auf die Beine half, die einzigartige Unabhängigkeit der Tarifpartner vom Staat.

Einen weitergehenden Bericht können sie bei Spiegel Online lesen.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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