Helene Fischer beim Pokalfinale ausgepfiffen

Die grausamen Lieder der Helene Fischer, zusammengefasst zu einem Medley, trafen wohl den Nerv des Publikums in der Halbzeit des DFB-Pokalfinales 2017 gestern Abend in Berlin – es war allerdings wohl eher ein Zahnnerv, der bekanntlich recht weh tut, wenn er getroffen wird.

Helene Fischer – das heißt ja: Hauptsache, es reimt sich, auch wenn dem Text ihrer Machwerke in aller Regel irgendwie jeglicher Sinn abhanden gekommen scheint.

Fischers Halbzeitshow kam bei einem Großteil der fast 75.000 Fußballfans im Stadion nicht gut an – die Lady ging in einem wütenden Pfeifkonzert im Stadion regelrecht unter. Das kann ich gut nachvollziehen.

Viele der Stadionbesucher begleiteten das Mini-Konzert in der Halbzeitpause mit anhaltenden Pfiffen, und am Ende der Vorstellung schwoll das Pfeifkonzert noch einmal zu einem lauten Crescendo an, während Fischer ungerührt „Danke schön Berlin!“ rief.

ARD dreht die Blamage einfach leiser

Die ARD hatte die Tagesschau-Sendung sogar extra verkürzt, damit Fischers Minikonzert live übertragen werden konnte. Als die Pfiffe dann aber immer lauter wurden, regelte der Sender offenbar den Ton herunter, wohl auch, um den Zuschauern an den Fernsehern die Reaktion des Berliner Publikums zu ersparen. Dazu kann man sich seinen Teil denken.

Auf Twitter gab es unterschiedliche Reaktionen auf das Fiasko im Stadion. Viele Fans betonten, ein Fischer-Konzert passe einfach nicht zu einem Fußballspiel.

Die von der NFL in den USA abgeschaute Halbzeitshow mit bekannten Musikern gehört doch wohl eher zu den Dingen, die Deutschland nicht wirklich braucht – man muss nicht jeden Schwachsinn aus den USA nachmachen. Als geborene Russin hat Helene Fischer aber möglicherweise bei der Trump-Administration in den USA bessere Karten als ausgerechnet bei deutschen Fußballfans…

Bild: Helene Fischer 2013, CC BY-SA 3.0, Fred Kuhles

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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