Herrenlosen Billionen bilden Blasen

dax25jahreMit ultraniedrigen Zinsen bekämpfen die Notenbanken die Krise, der Zins der wichtigsten Notenbanken liegt zurzeit zwischen 0 und 0,5 Prozent.

Dies billige Geld sollte die Finanzmärkte „ruhigstellen“ (ein Witz an sich), stattdessen hat die Gratiskohle den Markt euphorisiert. Sowohl bei den Aktien als auch bei den Anleihen pumpen sich gerade gewaltige Spekulationsblasen auf.

Und wenn die Zinsen wieder steigen, kommt der Crash.

Das ist alles schon sehr weit gediehen und führt zu unberechenbaren Verhaltensweisen der Marktteilnehmer: Gibt es gute Nachrichten, wie zum Beispiel diese Woche von der US-Konjunktur, stoßen die Anleger ihre Aktien erschreckt ab. Und dann wird in Angststarre gewartet, bis irgendein abgefuckter Manager irgendeiner abgefuckten Notenbank weiteres billiges Geld verspricht – und die Kurse endlich weiter steigen.

Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten interessieren die handelnden Personen so gut wie gar nicht mehr. Inflationsangst haben Finanzmarktteilnehmer, aber vor allem die letztlich dafür verantwortlichen Politiker offensichtlich auch nicht mehr, weil ja die Vermögenspreise in den Warenkörben und anderen Inflationsindikatoren nicht berücksichtigt werden.

Von sachkundigen Ökonomen hört man dazu „Eine lockere Geldpolitik scheint die Risiko-Aversion der Investoren zu verringern und dazu beizutragen, dass die Investoren mehr Risiken in Form von Aktieninvestments eingehen. Eine Vermögenspreisinflation ist die Folge. Und das wird hässlich!“

Ich habe keine Ahnung, wie die Notenbanken aus dieser Situation rauskommen wollen“, meint der Pforzueimer Ökonom Beck. „Sobald sie auf eine restriktivere Geldpolitik umschwenken, müssen sie fürchten, dass ihnen die Märkte für Vermögensgüter zusammenbrechen.

Wie so ein Crash aussehen kann, haben zum Beispiel die geplatzten Immobilienblasen in den USA, Spanien oder Irland gezeigt. Aber da ging es auch nur um Immobilien und Derivate davon – nicht direkt um Aktien. Trotzdem brachteder krasse Absturz nach dem überzogenen Boom in diesen Fällen ja ganze Finanzsysteme ins Wanken.

Zum Abschluss noch ein Tipp:

Wer noch in Aktien engagiert ist, sollte dringend Kasse machen und auf Dinge umsteigen, die nicht platzen, wenn man eine Nadel dranhält. Die Nadeln sind schon in Sicht…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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