Heute geht es zur Bundestagswahl

Heute dürfen wir mal wieder wählen – ohne dabei wirklich eine echte Wahl zu haben. Ob Schwarz, Rot, Grün oder Gelb – das ist seit vielen Jahren eine Einheitssauce. Sie können von denen wählen, wen Sie wollen, es kommt immer auf das Gleiche heraus: den kleinen Leuten wird es direkt oder indirekt aus der Tasche gezogen und den Reichen und den Konzernen zugeschanzt, wobei dann auch die Politiker wieder mit Parteispenden beteiligt sind.

Eine Empfehlung nicht nur für Visionäre: Wer arm ist und Schwarz, Rot, Grün oder Gelb wählt, sollte vielleicht doch mal zum Arzt gehen…

In einer Stunde öffnen die Wahllokale, und ich werde mich trotz allem auf den Weg zur Ostwallschule in Lüdinghausen machen, um meine Stimme im Wahlbezirk 6 abzugeben. Ich weiß zwar auch, dass es im Grunde nichts bewirkt, aber eine Stimme (genau genommen zwei) mehr für die Linke ist ja auch eine Stimme weniger für Neoliberale und Nazis.

Nachtrag 24.9.17 08:30:

So – die Wahl habe ich jetzt hinter mir. Man mag es ja kaum glauben, aber ich habe auf dem Wahlzettel auch etwas Positives entdeckt: Die AfD hat keinen Direktkandidaten aufgestellt, wie es normalerweise durchaus auch chancenlose Parteien machen.

Wirklich „unentschlossen“ oder AfD-Wähler?

Vermutlich war niemand bereit, als „Gesicht“ der Nazi-Partei aufzutreten. Aber das macht mir gleichzeitig auch Sorgen. Denn auch bei den Befragungen der Meinungsforscher dürfte die Wahrscheinlichkeit recht hoch sein, dass Menschen, die die AfD wählen wollen, das nicht offen zugeben mögen und sich deshalb als „unentschlossen“ dargestellt haben.

Die meisten Prognosen sagen zwar, dass die Nazi-Partei bei 10 Prozent herauskommen wird, aber unter Berücksichtigung dieses Phänomens könnten es auch deutlich mehr werden – das hatten wir ja auch letztes Jahr bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

Da hatten die Auguren den Nazis 15 Prozent vorausgesagt, und die Truppe um Erz-Nazi Björn (Bernd) Höcke bekamen satte 25 Prozent! Jeder Vierte hat dort also die braune Truppe gewählt. Dass die Tendenz in diese Richtung zeigt, befürchte ich nicht alleine. Die Frage ist nur, wie stark sich das bei der heutigen Bundestagswahl auswirkt.

Mein letzter Besuch im Wahllokal

Für mich dürfte es heute auch wohl die letzte Bundestagswahl gewesen sein, zu der ich ins Wahllokal gegangen bin.

Das ist zwar nur 200 Meter von meiner Wohnung entfernt, aber ich musste mich unterwegs sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg 4 mal hinsetzen, um nicht umzukippen. Mit so deutlichen Alterserscheinungen bleibt mir nur noch die Briefwahl – wenn überhaupt…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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