Kopfläuse mit Hightech-Plasma bekämpfen

KopflausWer kennt nicht die kleinen Plagegeister, die sich die Kinder gerne mal im Kindergarten oder in der Schule einfangen? Einmal kurz die Köpfe zusammenstecken – und schon hat die Kopflaus (Pediculus humanus capitis) einen neuen Wirt.

Bisher mußte man den juckenden Tierchen mit chemischen Mitteln oder mit Läuse- und Nissenkämmen zu Leibe rücken. Jetzt haben deutsche Forscher am Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik (IST) im niedersächsischen Göttingen einen Plasmakamm entwickelt, der insgesamt deutlich sanfter sein soll und schneller hilft, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe (“Plasmakamm gegen Kopfläuse”).

Dabei kommt Hightech zur Anwendung: Die Wissenschaftler nutzen kaltes Atmosphärendruckplasma, um damit die kleinen Blutsauger und ihre Nissen (Eier) unschädlich zu machen. Die Chemiekeule wird so ebenso vermieden wie das für den Nachwuchs oft unangenehme regelmäßige Durchkämmen potenziell befallener Haare.

Plasmakamm_FraunhoferEin akkubetriebener Plasmakamm dient dabei als Werkzeug. Darin eingebaut ist ein Hochspannungserzeuger, der die Luft zwischen den benachbarten Kammzinken ionisiert, so daß Plasma entsteht.

Weil die Hochspannung nur kurz aktiviert wird, heizen sich die umliegenden Gasteilchen nicht auf, und das Plasma hat nur Raumtemperatur. Es reicht aber, um die Kopfläuse zu bekämpfen – Haar und Haut werden dabei geschont. Die Technik soll demnächst in einer kleinen Stückzahl auf den Markt kommen.

Bilder: Gilles San Martin, CC BY-SA 2.0 / Fraunhofer IST

Über Klaus

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