Huaweis Killswitch: ARD pusht Fake News von Lobbyisten

Lobbyisten streuten die Information, die chinesische Regierung solle durch Huawei in die Lage versetzt werden, bei Differenzen mit der Bundesregierung das Netz in Deutschland komplett abzuschalten.

Das ARD-Hauptstadtstudio  berichtet dies aus angeblichen Sicherheitskreisen, die dies offensichtlich wider besseres Wissen der Vertreter aus der Telekombranche behaupten und auch wohl eher Lobbyisten als Sicherheitsfachleute sind, was die ARD aber auch nicht klarstellt.

Trumps Wirtschaftskrieg gegen China lässt grüßen

Vorgestern fand eine hochrangige Anhörung zu dem von US-Präsident Donald Trump regelrecht verfolgten Telekommunikationsunternehmen Huawei im Bundesministerium für Wirtschaft statt.

Dass die Fake News des unzurechnungsfähigen Möchtegern-Diktators und Dealmakers Donald aus dem Weißen Haus den Weg dorthin fanden, war zu erwarten, man kann sogar sagen, dass sie der Grund für die ganze Veranstaltung waren.

Die Tochter des Huawei-Gründers hat Trump ja schon wegen zweifelhafter Vorwürfe wie beispielsweise „Belieferung des bösen Iran“ in Kanada festsetzen lassen, was allerdings auch umgehend zur Festsetzung einiger Amerikaner in China führte.

Ex-BND-Chef und Lobbyist Schindler verbreitet Trumps Fake News

Propagiert wird der Schwachsinn mit Huaweis Killswitch von Gerhard Schindler, dem ehemaligen Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes (BND). Schindler arbeitet inzwischen als Lobbyist für die Firma „Friedrich 30“, den Kern eines Lobbyisten-Netzwerks aus Wirtschaft und Politik.

Schindler sagte dem ARD-Hauptstadtstudio, das Risiko der Betriebssicherheit sei schwerwiegender, wenn Huawei am Aufbau des 5G-Netzes beteiligt werden sollte.

Denn dann sei China über Huawei dazu in der Lage, das komplette Netz in Deutschland mit einem Killswitch abzuschalten, zum Beispiel auf dem Höhepunkt einer politischen Krise oder sogar im Zuge einer kriegerischen Auseinandersetzung.

„Ein solches Szenario kann man sich durchaus vorstellen“, tönte Schindler. „Wenn diese Module abgeschaltet werden, sind wir in keiner Weise darauf vorbereitet und könnten nicht reagieren.“

Ich kann mir ja auch vieles vorstellen, beispielsweise auch russische Nutten, die Donald Trump anpinkeln. Da würde ich wohl auch gerne mitmachen, allerdings nicht aus sexueller Motivation heraus. Aber als Fakt würde ich diese Nachricht erst dann propagieren, wenn ich das dazugehörige Video des russischen Geheimdienstes aus Trumps Hotelzimmer in Moskau gesehen hätte…

Beweise für die Vorwürfe haben Schindler und die angeblichen deutschen Sicherheitsbehörden (die der Bericht des ARD-Hauptstadtbüro auch nicht differenziert) aber nach eigener Darstellung nicht.

Trumps Pitbull Richard „Rick“ A. Grenell ist US-Botschafter in Deutschland

Trump ist ja der Meinung, dass er als Herrscher der Welt allen anderen Menschen sagen darf, was sie gefälligst nach seinem Motto „America First“ zu tun haben, und das auch mit den wüstesten Drohungen von seinem Pitbull, dem US-Botschafter in Berlin, sanktionieren darf.

Trumps Pitbull hat auch einen Mann und eine Hündin

Dieser Trump-Fanboy Richard „Rick“ Grenell, der auch seinen Lebenspartner Matt Lashey und seinen Hund (ein Hundemädchen namens „Lola“) immer in der Nähe hat – eine kleine Familie aus zwei Jungs und einem Mädchen.

Auf Twitter stellt Grenell sich mit drei Sätzen vor:

„Eine Krebserkrankung hat mich stärker gemacht;
mein Hund steuert mein Leben;
ich bin ein nicht perfekter Nachfolger von Jesus Christus.“

Dieser Rick Grenell ist ein extremer Rechter und dabei auch noch gleichzeitig fromm und schwul. Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen, und selbst in der Multikulti-Metropole Berlin ist das eine nicht ganz gewöhnliche Kombination.

Telekom, Vodafone und Telefónica: „Killswitch? So etwas gibt es nicht!“

Die Leitung der Anhörung hatte Staatssekretär Ulrich Nussbaum, und natürlich waren auch die Mobilfunkbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica geladen waren. Und wenn überhaupt müssten die ja wissen, ob etwas an der Killswitch-Story dran ist.

Nach Informationen von Teilnehmern betonten diese Firmenvertreter bei dem Treffen, dass sie „die volle Verantwortung und volle Kontrolle über das Netz“ hätten. Die Frage eines Killswitchs wurde sogar direkt angesprochen und von den Vertretern der Branche ausdrücklich verneint. So etwas gebe es nicht.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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