IBM und die Datenträger-Phobie

Mein erster, gut bezahlter Job nach dem Studium ab 1969 war der eines Service-Ingenieurs bei der IBM Deutschland. Die Geburt des IBM Personal Computer Model 5150 (Kurzform: IBM PC) als Nachfolger der unter anderem von mir gewarteten /3-Systeme habe ich 1961 noch als Mitarbeiter erlebt. Allerdings spielt mein Ex-Erst-Arbeitgeber heute kaum noch eine Rolle im Konzert der Großen der IT.

Keine USB-Sticks oder externen Festplatten mehr bei IBM

In der abgelaufenen Woche bestätigte der Konzern erneut, dass Mitarbeiter der International Business Machines (IBM) weltweit keine USB-Sticks oder andere externe Speichermedien mehr einsetzen dürfen. Das Risiko für den Ruf des Unternehmens und die Finanzen sei einfach zu hoch.

Mit Entscheidungen wie dieser hat sich der Konzern in den letzten 50 Jahren nicht nur in Deutschland vom IT-Dominator zu einer Randerscheinung in der Branche entwickelt. 🙁

Die IBM verbietet Mitarbeitern ab sofort die Nutzung externer Speichergeräte wie USB-Sticks oder Speicherkarten. Wie The Register schreibt, wurden die neuen Regelungen in einem unternehmensweiten Memo angekündigt – Ausnahmen soll es nur noch wenige geben. Betroffen sind alle Zweigstellen des Unternehmens.

Dieses Verbot gilt schon jetzt in mehreren Sparten des Unternehmens und soll nun auch noch ausgeweitet werden. In einem Memo heißt es, man erweitere „die Praxis, Datentransfer auf austauschbaren Geräten wie USB, SD-Card, Flash Drive“ zu verbieten.

Statt USB-Sticks sollen die IBM-Mitarbeiter jetzt den unternehmenseigenen Dienst Sync’N’Share nutzen. Das Risiko für die Unternehmensfinanzen und die Reputation der Firma sei zu hoch, wenn Mitarbeiter USB-Geräte verlegen, verlieren oder diese anderweitig regelwidrig eingesetzt werden.

Ausnahmen im Service-Bereich unvermeidlich

Gerade als Service-Ingenieur muss man sich aber schon fragen, wie dann der Service der Geräte noch gemacht werden soll. Solange die Kisten noch laufen, ist der Service aus der Cloud ja noch kein großes Problem. Wenn so ein Rechner aber keinen Ton mehr von sich gibt und der Bildschirm schwarz bleibt, dürften schon die ersten Ausnahmen von der neuen Regelung fällig sein…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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