Innenminister Friedrich verteidigt Einsatz von Staatstrojanern

Unser aller Bundesinnenminister Friedrich von der CSU verteidigt in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung und in andern Organen wie Focus online den Einsatz der mit verfassungswidrigen Möglichkeiten ausgestatteten Trojaner-Software zum ausspionieren von Verdächtigen. Damit stellt er sich gegen unsere Verfassung und gegen die Bürger unseres Landes, deren intimstes Leben mit dem Staatstrojaner per Kamera, Mikrofon und Durchsuchung von Fotos, Emails und Chathistorien auf dem Computer offengelegt wird.

Der Chaos Computer Club (CCC), der die von Verfassungsgericht verbotenen Funktionen der Staatstrojaner aufgedeckt hat, bekommt natürlich massive Vorwürfe ab, der Hackerverein habe „dem Chaos in seinem Namen alle Ehre gemacht“.

Zur Nachladefunktion der Schnüffelsoftware heißt es: „Wir brauchen diese Nachladefunktion, um uns den normalen Updates auf dem Zielcomputer anpassen zu können.“ Wenn ich Hühner hätte, würde ich bei der Formulierung Gelächter hören.

Wie immer frei nach dem Motto: „Wer nichts zu verbergen hat…“ oder „Der unbescholtene Bürger ist von den Überwachungsmethoden gar nicht betroffen“. Bescholten ist man aber schon, wenn jemand mit dem Finger auf einen zeigt. Und jeder, der das tut, zeigt mit einem Finger auch auf sich selbst.

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