Innenminister Friedrich will anonymes Surfen verbieten

In einem Spiegel-Interview forderte Bundes-Innenminister Friedrich von der CSU das Ende der Anonymität im Internet. Und natürlich ist sein Aufhänger der unter dem Pseudonym „Fjordman“ bloggende geisteskranke Norweger Breivik, der vorletzte Woche 77 junge Menschen getötet hat.

Jeder Surfer soll also mit einem Namensschild (vielleicht noch mit Anhang von Adresse, Bankverbindungen, Steuernummer, Vorstrafen, aktuellem Alkoholspiegel usw.) durchs Netz gehen, während die Politiker sich sogar beim Verkauf von Waffen an Diktatoren, die diese erwiesenermaßen  gegen ihr eigenes und die Nachbarvölker einsetzen, hinter „Geheimhaltung“ verstecken dürfen.

In letzter Konsequenz dürfen dann nach den abstrusen Theorien dieses Innenministers auch Wahlen nicht mehr geheim bleiben. Der Standardsatz dazu lautet: „Oder haben Sie was zu verbergen?“

Man sollte den Politikern am besten ein Soziales Netzwerk aus autoaktiven Avataren anbieten, in dem sie nicht nur sofort wissen, wann ein Avatar mal pinkeln muss (muss er das überhaupt?), sondern sogar bestimmen können, wann der Harndrang einsetzt. Vielleicht befriedigt das diese Schnüffler so sehr, dass sie sich aus der realen Welt heraushalten…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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