Intel bringt eigenen KI-Prozessor NPP

Offenbar ist aktuell jeder größere Anbieter von Prozessoren auf dem Weg zu einem eigenen KI-Prozessor. Vor ein paar Tagen berichteten wir vom neuesten Topmodell Mate 10 des Smartphone-Herstellers Huawei. Auch dieses Schlaufon hat schon einen Neuronalen Prozessor eingebaut, den die Chinesen Neural Network Processing Unit (NPU) nennen.

Nach Huawei kommt auch Intel mit einen KI-Prozessor um die Ecke

Nur ein paar Tage später liest man nun im Netz, dass auch Intel seinen Nervana Neural Network Processor (NPP) als serienreife Unit zur Lieferung noch in diesem Jahr anbietet. Auch Chiphersteller Nvidia hat in seinen Volta-Karten solche Chips eingebaut, die auch gerne für KI-Anwendungen genutzt werden.

Intels NPP ist allerdings kein Eigengewächs des Prozessorherstellers, sondern basiert auf der Übernahme des KI-Startups Nervana mit seinen Selbstlernsystemen durch den weltgrößten Prozessorhersteller. Intel hatte das Unternehmen im Sommer 2016 für einen nicht genannten Betrag gekauft.

Fressen – verdauen – ausscheiden

Im Grunde ist ein Neuronal-Prozessor ein recht simples Ding. Was er mit den zugeführten Daten anstellt, kann man mit einer Analogie aus der Fauna verdeutlichen: Fressen, verdauen und ausscheiden.

Der Prozessor besteht vereinfacht aus 12 „Processing Cluster“ genannten Blöcken, die über vier Stapel Speicher mit hoher Bandbreite und je 8 GByte Kapazität angeschlossen sind, die zusammen einen satten Datendurchsatz von einem Terabyte pro Sekunde an die 12 Cluster bringen können.

Entscheidend ist bei diesen KI-Prozessoren nicht etwa eine ausgefeilte Programmierung für irgendwelche Spezialfälle, sondern die richtige Gewichtung an den Synapsen seines neuronalen Netzes für alle möglichen Fälle.

Erster Einsatz bei Facebook

Der erste Einsatz des Intel-NPP, der auf einer PCI-Express-3.0-Steckkarte zu kaufen sein wird, ist beim Sozialen Netzwerk Facebook geplant. Das Gesichterbuch will den KI-Chip für optimierte Werbung und eine „stärker personalisierte Erfahrung“ bei der Nutzung des Sozialen Netzwerks einsetzen.

Hersteller Intel nennt auch andere typische KI-Anwendungen wie zum Beispiel die Medizinforschung, autonome Fahrzeuge oder die Wettervorhersage.  Dafür wurden aber noch keine Partner bekanntgegeben.

Über Klaus

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