Intels Computer-Plattform für Autos heißt “Kendrick Peak”

IntelKendrickPeakAutohersteller, Chiphersteller und Universitäten mit entsprechenden Forschungsaufträgen schlagen die Pflöcke in einem lukrativen Wachstumsmarkt der Zukunft ein.

Es geht um die Zukunft der individuellen Mobilität oder anders ausgedrückt: Die Standards für Fahrzeugcomputer sollen festgezurrt werden oder noch anders: Die Überwachung und Bespitzelung der Bürger soll auch beim Autofahren weiter gehen. Die rechtlichen Grundlagen hat das EU-Parlament gerade gelegt.

Erst geht es “nur” um Navi, Mucke und Internet…

Chiphersteller Intels Plattform “Kendrick Peak” soll zuerst eine technische Grundlage für Navigation, Internet und Unterhaltung im Auto der Zukunft werden. Diese allgemein akzeptierten Funktionen bringen erstmal Akzeptanz bei den zu bespitzelnden Autofahrern.

…dann bestimmt das Auto die Fahrweise und den Kurs!

Als nächster Schritt sollen dann Echtzeitanalysen von Fahrzeugdaten folgen. “Ziel ist, dass sich Autos miteinander unterhalten, damit sie einen optimalen Abstand halten und Staus vermieden werden“, sagte Intel-Sprecher Thomas Kaminski. Das soll bis hin zum autonomen Fahren gehen – dann braucht man auch vermutlich keinen Führerschein mehr – oder vielleicht braucht das Auto dann einen?

Datenschutz liegt nicht wirklich im Interesse von Politik und Konzernen

In Sachen Datenschutz beschwichtigt Chip-Hersteller Intel: Im Prozessor integrierte Technik für die Verschlüsselung sowie eine Anonymisierung sollen angeblich die persönlichen Daten schützen. Dass sie es sollen, will ich ja nicht bezweifeln, ob sie es können und dann auch tun allerdings sehr!

Das klingt von Industrie und Politik alles fast wie die aktuellen Werbespots von “Email made in Germany” – ein ähnliches Mogelpaket von dreisten Lügen für Emailnutzer, das Sicherheit verspricht, in Wirklichkeit aber Anzapfstellen zur Überwachung durch Politiker und Konzerne bzw. deren Helfershelfer darstellt.

Vorsicht: Ihr Auto könnte gegen Sie aussagen!

Die gesamte Computertechnik dient natürlich sowohl der Überwachung als auch der Profilbildung des Benutzers.

Besonders schlimm wird das in ein paar Jahren werden. Wenn dann Ihr Auto über die Innenraumkamera gesehen hat, dass Sie direkt vor einem Unfall am Radio gedreht und dabei kurz von der Straße weggeschaut haben, wird es gegen Sie aussagen, wenn die Polizei oder eine Versicherung einen Sachverhalt klären will.

Gute Fahrt allen Betroffenen – Isch ‘abe gar kein Auto! 😉

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Internet, News, Politik, Recht, Sicherheit, Soziales, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.