Iran gibt Bitcoin-Minern Mitschuld an Smog und Stromausfällen

Die iranische Führung des hat dem energieintensivem Mining von Bitcoins eine Mitschuld an den aktuellen Problemen mit der Stromversorgung und dem massiven Smog in den Städten der Islamischen Republik gegeben.

Stromausfälle und Smog plagen den Iran

Nach Medienberichten gab es in der Hauptstadt Teheran und anderen Großstädten des Landes in den letzten Wochen immer wieder Stromausfälle. Dabei habe der Smog zum Teil schon gesundheitsschädliche Ausmaße erreicht, liest man bei Bloomberg.

Zwar wurden auch andere Gründe genannt, aber zuletzt sei auch von offizieller Seite immer wieder auch illegales Bitcoin-Mining als Ursache genannt worden.

Sanktionen der USA treffen die iranische Wirtschaft

Genau wie auch andere Staaten, die von den USA von den globalen Finanzmärkten abgesperrt wurden, begrüßte zunächst auch die Islamische Republik Kryptogeld als mögliche Alternative, weiß Radio Free Europe zu berichten.

Die Sorgen um die Stromversorgung sind aber nicht neu. Schon 2019 wurden Mining-Farmen geschlossen, um den hohen Stromverbrauch zu verringern. Im Sommer 2019 führte die iranische Regierung dann sogar eine Lizenz für legales Kryptomining ein und geht seither immer wieder gegen unlizenzierte Miner vor.

Kryptominer als Sündenböcke

Laut Radio Free Europe liegen die Probleme des Landes aber tiefer. Das Stromnetz sei insgesamt marode und wegen der erhöhten Nachfrage im Winter mussten Kraftwerksbetreiber schon auf Treibstoff in geringerer Qualität ausweichen, sagt Bloomberg, und damit würden sie zu dem immensen Smog-Problem beitragen.

Der Washington Post versicherte ein Kryptowährungsexperte aus Teheran, dass Mining nur einen sehr kleinen Prozentsatz am Stromverbrauch des Landes ausmache, aber der schlechte Zustand des Stromnetzes hingegen schon seit Jahren bekannt sei. Offenbar sind die Miner als Sündenböcke besser geeignet, als zur Unterstützung der Wirtschaft der Islamischen Republik…

Foto: Iranische Stadt, Mohsen Shaterian Lüdinghausen, Sony DSC-T700, CC BY-SA 4.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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