iTunes in der iCloud – nicht an der Gema vorbei?

Wie wird auch fast nichts eine Nachricht? Diese Frage musste ich mir stellen, als ich eine Meldung von Golem mit der Schlagzeile „GEMA Ohne uns keine iCloud in Deutschland“ auf ihre Quellen überprüfte.

Zitiert wurde dabei eine Stellungnahme der GEMA folgenden Inhalts: „Dieser Service wird in Deutschland bisher nicht von Apple angeboten. Apple hat bei uns bisher keine Anfrage gestellt, ‚iTunes in the Cloud‘ in Deutschland zu lizenzieren. Wir können leider nichts zur Geschäftspolitik von Apple und über die Gründe sagen, diesen Service bisher nicht anzubieten.“

Es ist schon klar, dass die GEMA in Deutschland überall dabei ist, wenn es um Musikrechte geht. Aber da dieses Statement nicht zu einer Quelle verlinkt ist und auch nicht auf dem GEMA-Server zu finden ist, habe ich den Inhalt über Google gesucht.

Fündig wurde ich auf der apfelnews-Seite. Hier wird das komplette Statement in einem Artikel mit der Überschrift „iTunes in der Cloud in Deutschland: GEMA liegt keine Anfrage von Apple vor“ zitiert.

Es handelt sich um die Antwort der GEMA auf eine ebenfalls dort zitierte Email-Anfrage eines nicht apfelnews-Lesers „Hallo Gema,  Ich habe ein Frage bezüglich des von Apple international angekündigten Service, genannt “iTunes in the cloud”. Ich den meisten europäischen Ländern ist dieser Service verfügbar, nur in Deutschland nicht. Liegt das an Ihnen? Wenn ja, warum? Die gleichen Lieder von den gleichen Künstlern dürfen im Ausland in diesem Service angeboten werden, aber hier nicht? Warum?“

Was auf Golem daraus gemacht wurde ist des in aller Regel gut informierten Newsdienstes eigentlich nicht würdig. Das erinnert irgendwie an den in Investmentbanker-Kreisen beliebten Derivate-Handel.

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