Jens Spahn auf christlich-konservativem Gruseltrip

Man fühlt sich in längst vergangene Zeiten zurückversetzt:

Der neue Gesundheitsminister aus der Nachbarschaft, Jens Spahn (CDU) aus Ahaus im Kreis Borken im Münsterland, Flaggschiff der Konservativen und Erzkonservativen unter den angeblichen Christen, machte sich schon vor dem Amtsantritt mit der christlichen Lüge bekannt, dass Hartz 4 keine Armut bedeute.

Jetzt hat der Christenmensch direkt nach der Vereidigung erneut zugeschlagen – diesmal zur Beratung zum Schwangerschaftsabbruch.

Ärzte werden verurteilt, weil sie Frauen informieren

Ärzte werden in Deutschland noch heute wegen des Paragraphen 219a (Werbung für den Abbruch von Schwangerschaften) verurteilt, weil sie auf ihren Internetseiten über legale Möglichkeiten von Schwangerschaftsabbrüchen informieren – wie die Ärztin Kristina Hänel aus Gießen, die im letzten November dafür zu 6.000 Euro Strafe verurteilt wurde.

Wer über Abtreibung informiert, muss auch Hähnchen schreddern

Den Unterschied zwischen Information und Werbung kennt Herr Spahn offenbar nicht und schimpft herum: „Wenn es um das Leben von Tieren geht, da sind einige, die jetzt für Abtreibungen werben wollen, kompromisslos. Aber in dieser Debatte wird manchmal gar nicht mehr berücksichtigt, dass es um ungeborenes menschliches Leben geht.“

Nicht nur, Herr Spahn: Es geht auch um schon geborenes Leben, nämlich um die Mütter, die vor einer schwierigen Entscheidung Informationen zu ihren Möglichkeiten suchen. Da ist Information von Fachleuten ohne religiöse Indoktrination doch wohl die wichtigste Hilfe überhaupt für Frauen in schwierigen Lebenslagen, in die ein großer Teil der betroffenen Frauen ja durch die verabscheuenswerte Sozialpolitik der CDU geraten sind.

Wie soll jemand, der durch Hartz 4 künstlich arm gehalten wird und selbst nicht genug zum Leben hat, auch noch Verantwortung für ein Kind übernehmen können? Oder wollen Sie diese Kinder dann, einmal geboren, als Zierde eines schwulen Paares adoptieren?

Haben jetzt Schwule die Deutungshoheit über schwangere Frauen?

Eine Frage geht mir aber nicht aus dem Kopf. Gesundheitsminister Jens Spahn lebt ja offen ein schwules Lebensmodell, was ich ihm durchaus auch gönne, wenn er es mag. Ich bin ein Freund der Freiheit des Individuums und ein Feind religiöser oder unter dem Deckmantel von Religion betriebener Indoktrination jeder Art.

Unter dem Aspekt der christlichen Lehre kann Spahn demnach aber nur ein absoluter Asket sein, was erfahrungsgemäß sehr unwahrscheinlich ist, oder aber seinen Samen entweder wie der alte Onan aus der christlichen Bibel, nach dem die Selbstbefriedigung benannt ist, unter der Hand verschleudern oder aber im Hintern seines Liebhabers versenken, und beides ist nach christlicher Lehre aus demselben Grunde auch sehr verwerflich – Schwulenparties im Vatikan hin oder her.

Mein Tipp für Jens Spahn: Aufklärung nur noch in Latein

Für den Erzkonservativen Jens Spahn habe ich noch einen Tipp, den die katholische Kirche schon seit Jahrhunderten nutzt: Erlauben Sie die Aufklärung über die Möglichkeiten legaler Schwangerschaftsabbrüche doch – aber nur noch in Latein. Diese tote Sprache verstehen schwangere Frauen in prekären Situationen doch in aller Regel sowieso nicht.

Leider kann mein Herzenswunsch für den neuen Gesundheitsminister von der CDU aus biologischen Gründen nicht in Erfüllung gehen, nämlich einige Jahre lang Hartz 4 zu beziehen und mittendrin dann noch ein Kind auszutragen!

Foto: Jens Spahn, Olaf Kosinsky, CC BY-SA 3.o

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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