Kämpft Snapchat wirklich gegen bezahlte Sex-Dienste?

pornoGoogle kämpfte in dieser Woche auf seiner Blogplattform Blogger.com  gegen Fotos und Videos mit sexuellem Inhalt – und verlor nicht nur die Schlacht, sondern gleich den Krieg, um mit Varoufakis zu sprechen. 😉

Der Suchmaschinenkonzern ruderte gestern wieder zurück. Man hätte zu viele Benutzer verloren und hat deshalb sexuelle Inhalte wieder erlaubt, allerdings jetzt mit einem Warnhinweis davor.

Bei Snapchat gehts um echte Profis

Das Problem bei Snapchat hat schon eine andere Dimension. Da geht es nicht wie bei Blogger um Menschen, die „explizite Inhalte veröffentlichen, um ihrer Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen„, sondern um kommerzielle Webdienste von Männern und Frauen nach dem Motto: Fotos und Chats gegen Geld.

Möglich macht den Ansturm der „Professionellen“ die Bezahlfunktion Snapcash, bei der man hinter einem Dollarzeichen nur eine Zahl eingeben muss, um die entsprechende Summe an seinen Chatpartner zu überweisen. Persönlich bei den Darstellern bestellte Bilder kosten zwischen 1 und 5 US-Dollar…

Nicht wirklich glaubhaft

Ich kenne eigentlich keine anderen als Sex-Dienste, die man direkt und vorab in einem Chatfenster bezahlt. Da hätte sich Snapchat, der immerhin als Sexting-Dienst groß geworden ist, auch denken können, dass professionelle Stripper die Plattform nach der Einführung eines Direkt-Bezahldienstes in Massen entern.

Ich vermut mal, dass man zwar laut schimpft „Behalten Sie Ihre Kleidung an!“ aber leise denkt „Mal wieder guten Umsatz gemacht heute„. Das wäre auch typisch für verklemmte, aber geschäftstüchtige Amerikaner, wie ich sie kennengelernt habe: Immer schön eine Papiertüte um die Schnapsflasche wickeln, sonst buchten Dich die Bullen ein…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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