Britische Kanalinsel Alderney will Bitcoin-Münzen herausgeben

AlderneyDie Kanalinsel Alderney, 20 km nordöstlich der bekannteren Insel Guernsey im Ärmelkanal gelegen, will sich durch Einführung von Bitcoins finanzielle Unabhängigkeit sichern und dazu die bislang virtuelle Währung auch in Münzform ausgeben.

Das hat Finanzminister Robert McDowall nach Konsultation Michael Parsons, eines Bankers und Bitcoin-Beraters, beschlossen, wie die Financial Times recherchiert hat.

Bitcoin wird aktuell von der britischen Regierung noch nicht als Währung anerkannt – von Deutschland übrigens schon. Alderney hat trotzdem eine Erlaubnis angefragt, Bitcoin-Münzen auszugeben.

Die Insel würde dadurch gerne zu einem bevorzugten Standort für Firmen aufsteigen, die Zahlungen in Bitcoin entgegennehmen. Sie würde diesen Unternehmen Finanzdienstleistungen wie Geldwechsel, Bezahlmöglichkeiten und auch Aufbewahrung von Bitcoin-Münzen anbieten.

Wenn es dann so kommt, wäre Alderney wohl der erste Standort weltweit, der verlässliche Gesetze und Vorschriften rund um die Währung hätte, die zurzeit beachtliche 1000 Dollar je Einheit wert ist.

Die direkt der britischen Krone unterstellte Kanalinsel Alderney generiert jährlich fast 50 Millionen Euro durch Online-Glücksspiel, muss davon aber 45 Millionen Pfund an die Nachbarinsel Guernsey abführen, die für die öffentliche Versorgung der 1900 Einwohner zuständig ist.

Die Bitcoin-Transaktionen könnten das Glücksspielgeschäft ergänzen und wären gleichzeitig auch ein zweites Standbein der Inselwirtschaft.

Die Königliche Münzprägeanstalt ist mit in das Projekt involviert. Die Initiatoren waren zudem schon ins Wirtschaftsministerium eingeladen, um über ihr Vorhaben zu reden. Auch das Parlament der Insel muss den Plan gutheißen, bevor Bitcoin als Währung eingeführt werden können.

Für die virtuelle Währung Bitcoin wäre die Zulassung in Alderney ein weiterer Schritt hin zu gesellschaftlicher Akzeptanz. Erst vor wenigen Tagen hat ein US-Senatskomitee entschieden, dass Bitcoins eine gültige Währungsform sind und dass Online-Währungen nicht nur legal sind, sondern darüber hinaus auch einen effizienteren Onlinehandel ermöglichen würden.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Internet, News, Politik, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.