Killer-Treiber von FTDI für USB-Chips zurückgezogen

KillertreiberUSBDer Treiber für die weit verbreiteten USB-Schnittstellenbausteine FT232R des Unternehmens FTDI wird nach heftigen Protesten nicht mehr über Windows Update verteilt, gab der Hersteller in einem Blogbeitrag bekannt.

Die bisherige Version 2.12.0 der Software war darauf programmiert, Fälschungen dieser Chips durch eine Änderung ihrer USB-ID (PID) unbrauchbar zu machen.

Selbstverständlich darf man sich als Hersteller gegen Produktpiraterie wehren. Wenn eine Produktfälschung aussieht wie das Original, aber nicht ganz so gut oder gar nicht funktioniert, ist der Gewinn geschmälert, der Ruf ruiniert und letztendlich auch der Kunde der Gelackmeierte.

Der USB-Spezialist FTDI aber hat wohl deutlich übertrieben, als er nichtsahnenden Käufern von Geräten, die mit einem gefälschten Chip ausgestattet sind, einen Treiber unterjubelte, der die an sich funktionierende Nachahmung eines USB-Seriell-Adapters kurzerhand per Software unbrauchbar machte.

In meinen Augen ist das Computersabotage, und ein Unrecht rechtfertigt keine unrechte Antwort. Das scheint das Unternehmen jetzt auch eingesehen zu haben, denn es hat seinen Treiber-Kettenhund wieder an die Leine gelegt.

Für Betroffene: Bei Heise gibt es eine Anleitung, von dem Killer-Treiber stillgelegte USB-Adapter wieder in Funktion zu bekommen…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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