Kim Dotcom: Wie illegales Filesharing gestoppt werden kann

Kim SchmitzIn einem Tweet hat Kim Dotcom ein Fünf-Punkte-Programm formuliert, das angeblich illegales Filesharing stoppt. Weil dieser Tweet von vorgestern inzwischen über 6.000 mal geteilt wurde und auch prominente Namen wie Tim O’Reilly auftauchen, heißt es beispielsweise bei Golem, dass er „damit den Nerv vieler Internetnutzer getroffen hat.

Das sehe ich völlig anders. Zum Ersten ist rein technisch 6000 keine hohe Anzahl von Retweets im Internet. Und formal muss ich immer an kurrupte Politiker denken, die nahezu alle dazu neigen, dem Wahlpöbel jede ToDo-Liste als „3 bis 20-Punkte-Programm“ zu verkaufen. Die Medien nehmen das ja auch allzu gerne auf, das klingt so professionell…

Jetzt zum Inhalt, so sieht der aus: „How to stop piracy: 1 Create great stuff 2 Make it easy to buy 3 Same day worldwide release 4 Fair price 5 Works on any device“. Tweets sind ja bekanntlich recht kurz…

Zu Deutsch:

Wie man illegales Filesharing stoppt:

  1. Schaffe großartige Inhalte. 
  2. Mach Sie einfach zu erwerben.
  3. Gleichzeitige weltweite Verfügbarkeit. 
  4. Fairer Preis.
  5. Verfügbarkeit der Inhalte für alle Endgeräten.

Wer ernsthaft glaubt, damit würde illegales Filesharing verhindert, muss schon mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Wie einer der Re-Tweeter schon schreibt: „Wenn fairer Preis bedeutet: 0,00 €, könnte das funktionieren.“

Ich halte das eher für eine Marketing-Aktion von Kim Schmitz alias Kim Dotcom: Am 20. Januar 2013, also in 11 Tagen, soll nämlich sein neuer Sharehoster an den Start gehen.

Kim Dotcom und vier Mitarbeiter wurden ja auf den Tag genau ein Jahr vor dem Starttermin des neuen „Mega“ in einer einmalig dämlichen und illegalen Aktion der amerikanischen Geheimdienste in Neuseeland festgenommen,

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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