Kostenfalle bei Telefonkonferenzen über 1&1

Viele Kunden des Providers 1&1 bekommen aktuell trotz Flatrate Rechnungen für die Einwahl in Telefonkonferenzen. So berichtete es die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gestern unter Berufung auf Beschwerden von Betroffenen. „Mal sind es 3, mal 17 Euro, es können aber auch über 100 Euro sein: Viele Kunden von 1&1 haben neuerdings Extrakosten auf der monatlichen Telefonrechnung“, informieren die Verbraucherschützer.

Das „Kleingedruckte“ hat es in sich

Die Betroffenen hätten zwar Flatrates gebucht und Festnetznummern angewählt, aber trotzdem stelle ihnen der Provider Anrufe „zu kostenpflichtigen Servicediensten“ in Rechnung. Die von den Kunden gewählten „Konferenzdienste“ seien „nicht von Ihrer 1&1 Telefon-Flat abgedeckt“, liest man im Kleingedruckten der Verträge mit 1&1.

Sei jemand an 20 Arbeitstagen pro Monat je zwei Stunden in eine Telefonkonferenz eingewählt, müsse er rund 70 Euro zusätzlich zahlen. Pro Konferenzminute berechnet 1&1 2,9 Cent. Bei der Einwahl in die Konferenz gebe es vom Provider keine Warnung vor den Zusatzkosten, moniert die Verbraucherzentrale.

Die versteckte Liste wächst immer weiter an

Diese zusätzlichen Kosten stehen recht gut versteckt im Kleingedruckten einer „erweiterten Preisliste“, in der zu lesen ist: „Servicedienste, die über geografische Festnetzrufnummern realisiert werden – 0,029 Euro“. Dort gibt es dann auch einen Link zu einer Rufnummernliste, welche verrät, „ob sich hinter einer Festnetznummer ein Dienst verbirgt, der Sie etwas kostet“. Diese versteckte Liste besteht aus 100 Seiten und enthält rund 5.000 Festnetznummern.

Hinzu kommt, dass 1&1 laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen die Liste stetig erweitert. Ab Ende März kamen 25 neue Nummern hinzu – zu einem Zeitpunkt, als massenweise Beschäftigte ins Homeoffice wechseln mussten. Wer schon in der Kostenfalle stecke, solle bei seinem Arbeitgeber nachfragen, ob eine Kostenübernahme möglich sei, raten die Verbraucherschützer den Betroffenen.

Über Klaus

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