Kuba-Streit: Drogeriekette Rossmann kündigt PayPal

PayPal versucht ja seit einiger Zeit, amerikanisches Recht in Deutschland durchzusetzen, aber der Widerstand wird stärker. Es geht darum dass PayPal seinen Kunden droht, wenn sie Waren aus Kuba verkaufen, ihre Konten zu sperren. Und sie haben es auch getan.

Zehn deutsche Internet-Händler haben sich schon zu einer Prozessgemeinschaft zusammengetan, um ihre gesperrten PayPal-Konten von Gerichten wieder freischalten zu lassen.

Vorgestern hat auch ein größeres Unternehmen seine PayPal-Konten gekündigt. Rossmann, die drittgrößte Drogeriemarkt-Kette in Deutschland, hat die PayPal Zahlungsmöglichkeit aus seinem Angebot entfernt. PayPal wollte der Firma verbieten, kubanische Waren zu verkaufen.

Ich frage mich ernsthaft, warum hier keine europäische Bank eine dringend notwendige Konkurrenz zu PayPal aufbaut. Vermutlich ist der Handel mit Derivaten aber wohl das bessere Geschäft, die Gewinne in die Aktionärstaschen, die Verluste über den Staat an unsere Kinder. Oder gar Staatsanleihen aus schwachen Euro-Ländern wie Griechenland, Irland oder Portugal, für die man zusätzlich noch extrem hohe Zinsen bekommt, weil das Risioko ja so hoch ist, aber wenn’s knallt, ja doch wieder der sogenannte Steuerzahler (sprich: unsere Kinder) geradestehen muss. Warum in echte Wirtschaft investieren?

Nähere Informationen dazu finden Sie im Portal amerika 21.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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