Lebkuchen beendet Shitstorm

Gegen Weihnachtsartikel wie Lebkuchen ging es auf der Facebook-Seite des schweizer Einzelhändlers Migros, der für seine leckeren Weihnachtsplätzchen bekannt ist. Man nennt sie in der Schweiz Weihnachtsguetsli.

Als eine Frau sich dort über „frühzeitige Erscheinen von Weihnachtsguetsli & Co“ beschwerte und die Firma Migros bat, „keine Weihnachten ab Anfang Oktober anzustimmen“, bat der Händler um Verständnis, „dass es im Oktober langsam kälter wird und die Tage kürzer werden und dadurch die Nachfrage nach Weihnachtsguetzli steigt.“

Das Verständnis blieb aus, es hagelte 10.000 Likes für den Post. Es gab aber auch Zustimmung zur Rechtfertigung des Händlers bei den Kommentaren. Migros wartete ein paar Tage ab und meldete sich dann wieder.

In seinem neuen Post gab Migros zu, dass Weihnachtsplätzchen im Oktober ein strittiges Thema sind. Aber das ehrliche Feedback der Kunden sei willkommen. Deshalb spende Migros für jedes bisher hinterlassene Like 100 Gramm Weihnachtsplätzchen an schweizer Kinderheime, also 13.696 x 100 Gramm.

Man werde zwar weiter die Plätzchen so lange vor Weihnachten anbieten müssen, denn „Deko-Artikel wie auch Weihnachtsguetzli werden von vielen Kundinnen und Kunden jetzt schon gerne gekauft. Und dies schon seit Jahren.“ Intern wolle man sich aber mit dem Thema auseinandersetzen.

So konnte der Shitstorm (kommt heute schneller, als man denkt) durch vernünftiges und gefühlvolles Handeln beendet werden, ohne die Marke zu beschädigen.

Foto: Wikipedia, René Rickenbach

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Internet, Soziales, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.