Letzte Hoffnung für Trump-Gegner

Für alle, die sich die Präsidentschaft Trumps nicht wirklich vorstellen können, ist der Montag eine Art Tag der letzten Hoffnung. Denn morgen geben die “Wahlmänner und -frauen” des sogenannten “Electoral College” ihre Stimmen ab und wählen damit den neuen Präsidenten der USA.

Insgesamt 538 Wahlleute schicken ihr Votum dann nach Washington. Allerdings hat Trump die Mehrheit in diesem Gremium in der Wahlnacht klar gewonnen: Diese Schande der Republikaner kommt auf 306 Wahlleute, während die Demokratin Hillary Clinton nur 232 davon stützen – das Ergebnis dürfte trotz aller letzter Hoffnungen eindeutig werden.

Der Spiegel berichtet dazu: “Viele der Elektoren genannten Wahlleute berichten von Hunderten, sogar Tausenden Zuschriften mit der Forderung Trump zu verhindern. Es ist ein verzweifelter Versuch, doch noch etwas zu rütteln am Wahlergebnis. “Mein derzeitiger Stand: 48.324 E-Mails zu meiner Rolle als Wahlmann”, berichtet der Unternehmer und republikanische Bezirksvorsitzende Brian Westrate aus Falls Creek in Wisconsin. “Ich habe eine Twitter-Debatte mit einem ehemaligen Pornostar aus Kalifornien, der mich beschworen hat, mein Votum zu ändern.” Es sei faszinierend.

Im Grunde hat Hillary Clinton die Mehrheit der Stimmen der Wähler erhalten: 2,8 Millionen oder 2 Prozent mehr als der Narzisst im Trump-Tower. Was wieder einmal deutlich aufzeigt, dass das Mehrheitswahlrecht nicht wirklich demokratisch ist. Andererseits waren die USA schon immer eine Oligarchie, um da politisch mitreden zu können, muss man schon mindestens Multimillionär oder besser Milliardär (die Amis nennen das Billionaire) sein. Im Grunde hatten Amerikaner aber nur die Wahl zwischen Pest und Cholera – wobei noch die Hälfte der Stimmen einfach auf den Müll gekippt wird…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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