Liberty Reserve – die Schattenbank fürs kriminelle Milieu

libertydollarKriminelle Kunden aus aller Welt wickelten bei Liberty Reserve ihre schmutzigen Geschäfte ab: Die amerikanische Justiz hat den bislang wohl größten Geldwäscheskandal aller Zeiten aufgedeckt.“ untertitelt der Spiegel seinen Beitrag zum gestern hochgenommenen Betrügerkartell. „Internet-Betrüger sollen über das Online-Bezahlsystem Liberty Reserve mehr als sechs Milliarden Dollar versteckt und verschoben haben. Und das funktionierte verblüffend einfach.

Die Firmenzentrale von Liberty Reserve hat ihren Sitz in San Rafael de Escazu, Costa Rica.

Man brauchte nur eine gültige Email-Adresse, um die Dienste der Geldwäscherei in Anspruch nehmen zu können. Kundennamen wie „Russland-Hacker“ oder „Joe Schwindler“ wurden benutzt oder als Verwendungszweck „für Kokain“ angegeben.

In den sieben Jahren seit seiner Gründung hat Liberty Reserve über sein Online-Bezahlsystem und seine Kunstwährung Liberty Dollar geschätzte 55 Millionen Transaktionen für eine Million Kunden abgewickelt – 80 Prozent davon kamen aus dem Ausland. Insgesamt sollen die Kunden dort sechs Milliarden Dollar gewaschen haben.

Gestern wurde der Laden dicht gemacht. Jetzt müssen sich die Kriminellen eine andere Bank suchen – das fällt aber in unserem Wirtschaftssystem sicher nicht schwer…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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