Lidl gehen die Stikeez aus – die Eltern flippen aus

Stikeez_Kittie

Dreingaben für Kinder: Stikeez

„Laß uns zu bitte, bitte zu Lidl gehen“, kommt das Gejammer der Kleinsten. Wenn Mama das verweigert, wird geklammert oder sich sogar auf den Boden geschmissen und geheult – bis es Richtung Lidl geht.

Dann ist die Welt wieder in Ordnung, und das hat nur einen Grund: Bei Lidl locken die nur 2-3 cm großen Stikeez. Kittie (die auf dem Bild), Puffy, Gloo Gloo, Sharky, Papsy oder Bunny haben statt Füßen einen Saugnapf.

Pro 15 € Einkaufssumme gibt es eine der kleinen Tierfiguren, die beim Abziehen ein so schönes „Plopp!“ von sich geben. Es gibt Schäfchen und Häschen, Vögelchen oder Hündchen, eben chinesischen Plastikramsch par excellence.

Der Discounter widmet den Stikeez eigene Werbespots im Fernsehen, im Radio und im Internet, und Tausende Eltern pilgern wegen des Plastikschrotts zu Lidl.

Die Kleinen quengeln, die Großen kaufen

An den deutschen Kitas und Grundschulen sind die Lidl-Stikeez nämlich gerade der letzte Schrei. So wie neulich das „Unser Deutschland“ – Sammelbilderalbum von Penny oder die Asterix-Murmeln, die es bei Real gibt.

Stikeez alle, Werbung läuft weiter, Kinder krähen, Eltern sauer

Dummerweise gehen Lidl gerade eben diese Stikeez aus. Sie können sich die entnervenden Szenen an den Supermarkt-Kassen sicher vorstellen – die Plakate mit den übergroßen Stikeez hängen da immer noch und erhöhen den Frustpegel von Kindern und Eltern.

In mehreren Dutzend Filialen gibt es nach Angaben des Spiegel seit Wochen keine Figuren mehr – obwohl die Aktion noch bis kommenden Samstag gehen soll. Schließlich hat der Discounter den Kunden Tausende Sammelboxen für Stikeez verkauft.

Die Facebook-Seite des Discounters ist voll von Begriffen wie „unternehmerisches Versagen“, „Bauernfängerei“, „Riesensauerei“ oder sogar „Betrug“. Extra wegen der Stikeez sagen manche, hätten sie für 100 Euro oder mehr bei Lidl eingekauft. Andere Eltern wollen nun das Geld für ihre halbvollen Sammelboxen zurück haben.

Und von Lidl gibt es auf Facebook immer die gleiche Antwort: „Wir bedauern, dass es aufgrund der großen Nachfrage keine Stikeez-Figuren mehr gibt. Eine Nachlieferung wird es leider nicht mehr geben.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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1 Antwort zu Lidl gehen die Stikeez aus – die Eltern flippen aus

  1. charly Brown sagt:

    moin,

    in 2014 das gleiche Desaster. Heute gab es keine Stikeez mehr. Schade eigentlich, Planung sieht anders aus. Setzt doch mal nen fähigeren Kopf bei Lidl für so ne Aktionen ein oder einen Praktikanten.
    Grüße aus Ostfriesland
    charly

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