Lindners Tankrabatt: Noch ein Geschenk für Reiche

Kaum ist FDP-Chef Christian Lindner an den Fleischtöpfen, bedient er sein Klientel völlig ungeniert, wie man aktuell an seinem “Tankrabatt” deutlich sehen kann:

Dabei soll ein Teil der Tankkosten (im Gespräch: alles über 2 Euro) direkt an der Kasse der Tankstelle abgezogen werden. Es soll nicht unterschieden werden, ob es um einen Geringverdiener oder einen Reichen mit seinem PS-starken Zweitwagen Typ SUV geht – bei diesem Gießkannenprinzip kommen FDP-Sympathisanten am besten weg.

Wer sich zum Beispiel als Hartzer oder Rentner in Grundsicherung kein Auto mehr leisten kann, geht bei dem perfiden Spiel leer aus, obwohl diese Bevölkerungsgruppe am stärksten von den inflationären Folgen der galoppierenden Energiekosten gebeutelt wird.

Denn die extrem hohen Energiekosten verteuern gerade wirklich alles. Nicht nur Benzin, Diesel und Strom, sondern auch Lebensmittel und auch alle anderen Produkte bis hin zum öffentlichen Nahverkehr.

Starker Widerstand der Gewerkschaften gegen den Tankrabatt

Solch ein Tankrabatt sei “wunderbar für die Mineralölwirtschaft und die SUV-Fahrer, die auch drei Euro für den Liter Sprit zahlen könnten”, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann dazu. “Er hilft nur nicht denen, die mit dem Pkw täglich zur Arbeit fahren müssen.”

Auch IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hält die Idee weder für sozial gerecht noch für praktisch leicht umsetzbar, wie er dem Handelsblatt sagte: “Wer zu Hause in der Garage einen Boliden mit 14 Liter Verbrauch hat, würde davon am meisten profitieren.”

Auch der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA) Dirk Messner rät im Umgang mit hohen Sprit- und Energiepreisen zur gezielten Entlastung von Bürgern mit niedrigen Einkommen. “Pauschale Tankrabatte oder Energie- und Mehrwertsteuerbefreiungen für Kraftstoffe sind ökonomisch wie auch klimapolitisch der falsche Weg”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Höhere Kosten für Heizen und Mobilität dürften “nicht mit der Gießkanne” abgefedert werden, mahnte jetzt der UBA-Chef.

Ganz nebenbei: Christian Lindner fährt einen Porsche 911… 😎

Foto: Sandro Halank, CC BY-SA 4.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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