Mario Draghis schwachsinniger Nullzins geht weiter

Alle, die gehofft haben, dass die EZB die Geldschleusen heute wenigstens ein bisschen schließt, dürften enttäuscht sein. Der italienische Multimillionär und EZB-Chef Mario Draghi und sein Rat teilten heute Nachmittag mit, dass der Leitzins weiterhin bei 0,0 Prozent bleibt.

Auch der Ankauf von Anleihen wurde nicht etwa reduziert, sondern Draghi drohte sogar mit einer Ausweitung über die aktuellen 60 Milliarden Euro pro Monat! hinaus.

Sparer und Versicherer heulen auf, Politiker grinsen breit

Das lässt Sparern, die in immer mehr Banken für Geld (auch für kleine Summen bei Normalverdienern), das sie auf dem Konto haben, Zinsen zahlen müssen, und Menschen auf der Suche nach sichereren Anlagen die Tränen in die Augen schießen, während Politiker sich die Hände reiben, denen das billige Geld den Reformzwang komplett von den Schultern nimmt und die unter diesen Bedingungen ihre Staaten locker weiter verschulden können.

Mario Draghi, Europäische Zentralbank (EZB), Leitzins, Frankfurt, TallinDen DAX hat es kaum gejuckt, der gewann nach der Ankündigung der EZB sogar nur 0,3 Prozent. Hier hatte mancher einen größeren Sprung erwartet, denn Supermarios Billig-Kohle landet doch letztlich immer an den Börsen.

Der Euro verlor erwartungsgemäß gegenüber dem Dollar 0,3 Prozent und steht jetzt bei 1,1221 Dollar. Kein Wunder, wer kauft schon Euros (außer Supermario) bei Null- oder Negativzinsen…

Foto: Weltwirtschaftsforum 2013, CC BY-SA 2.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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