Mehr Verwerter als Künstler bei „Mein Kopf gehört mir“

Die Piratenpartei hat jetzt auf die Kampagne „Mein Kopf gehört mir“ vom 5. April im Handelsblatt geantwortet. Pirat Bruno Kramm fordert ein Urheberrecht für die Urheber und die Allgemeinheit und nicht überwiegend für sogenannte „Rechteinhaber“.

Die Partei zeigt auf, dass sich zwar 160 Prominente an der Kampagne „Mein Kopf gehört mir“ beteiligt haben, darunter aber kaum Künstler waren. Die 160 Stimmen gegen die Piraten aus der Kampagne setzten sich aus vielen Vertretern von Medienkonzernen und Politikern und nur wenigen Urhebern schützenswerter Werke zusammen.

Bruno Kramm, selbst Musiker und Produzent, äußerte in seiner Entgegnung für die Piratenpartei: „Unter den 160 veröffentlichten Stimmen finden sich nur wenige, die tatsächlich Urhebern gehören, wie zum Beispiel Autoren oder anderen Künstlern. Das ist bezeichnend für die Urheberrechtsdebatte: Nur vordergründig werden ‚Interessen von Kreativen‘ vertreten. Medienkonzerne, die den Anschluss an die moderne Informationsgesellschaft verpasst haben, wollen um jeden Preis ihre Verwertungsrechte aus der physischen Welt unverändert auf die Netzwelt anwenden und die Urheber weiterhin in restriktive, umfassende und einseitige Vertragsabhängigkeiten zwingen.“

Die von der Piratenpartei gewünschten Reformen sollen Verwerterrechte begrenzen, da nach der Überzeugung der Piratenpartei ein akzeptables Urheberrecht in erster Linie den Urhebern und dann Allgemeinheit dienen solle und nicht den Rechteverwertern.

Auch Vizeparteichef Bernd Schlömer meinte, das Credo der Piraten sei nicht „Wir wollen alles umsonst“ und forderte die Zeitung zu einem konstruktiven Dialog über das Urheberrecht auf.

Die aktuellste Forsa-Umfrage sieht die Piratenpartei bei 13 % und damit sogar noch zwei Prozentpunkte vor den Grünen!

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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