Microsoft hat den Windows-Langzeitsupport halbiert

Microsoft will seine Langzeit-Service-Version Windows 10 Enterprise LTSC jetzt nur noch fünf statt bisher zehn Jahre lang unterstützen. Diese Version des Betriebssystems wird insbesondere bei solchen Rechnern eingesetzt, die nicht auf die übliche Weise automatisch zum Beispiel über Windows Update, sondern manuell aktualisiert werden.

Mit Office LTSC hat Microsoft es schon vorgemacht

Die Tendenz zur Verkürzung des Langzeitsupports für Software zeigte sich den Microsoft-Kunden auch schon bei der Ankündigung des neuen Office LTSC.

Zur Begründung argumentiert das Unternehmen auch jetzt beim Betriebssystem sehr ähnlich: Der Einsatz solcher Rechner sei ein Nischenbereich, der von den wenigsten Anwendern wirklich genutzt werde.

„Viele, die eine LTSC-Version auf einem Computer von Beratern installieren, haben herausgefunden, dass sie den 10-Jahres-Zyklus nicht benötigen“, kann man in einem FAQ-Dokument von Microsoft nachlesen. Windows 10 Enterprise LTSC wird unter anderem auch zum Beispiel für medizinische Geräte, Industriecontroller und weitere spezielle Hardware genutzt, welche aus Stabilitätsgründen möglichst selten verändert werden sollen.

Ältere Versionen bleiben volle 10 Jahre

Diese Halbierung der Laufzeit soll aber nicht auf schon veröffentlichte Windows-10-LTSC-Versionen angewandt werden. Das heißt, dass Windows 10 Enterprise LTSC 2015, 2016 und 2019 weiterhin noch insgesamt zehn Jahre lang mit Updates versorgt werden. Windows 10 IoT Enterprise LTSC soll auch nicht von der Einschränkung des Supports betroffen sein. Diese Variante des Betriebssystem wird bei kleineren Geräten und Sensoren eingesetzt.

Microsoft will jetzt alle drei Jahre neue LTSC-Versionen mit jeweils fünf Jahren Support veröffentlichen. Damit haben die Kunden etwas weniger als zwei Releases Zeit, auf neuere Versionen umzusteigen. Bei einigen Unternehmen dürfte das wohl zu Mehraufwand und höheren Kosten für Windows-Lizenzen führen.

Über Klaus

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