Microsofts PowerShell unter Windows, Linux und MacOS

powershellwin10201610Zumindest unter Open Source- und Linux-Anhängern war Microsoft jahrzehntelang DAS Feindbild. Was auch auf Gegenseitigkeit beruhte, wenn man sich die mutierten Tierköpfe auf Linux-Pinguinen oder Ex-CEO Steve Ballmers Spruch vom “Krebsgeschwür” Linux wieder in Erinnerung ruft.

Das hat sich jetzt gravierend geändert: Seit vorletztem Monat steht Microsofts auf .Net basierende Power Shell unter einer freien Lizenz und wurde sogar nach Linux und MacOS portiert. Die PowerShell ersetzt seit 2007 die veraltete und nur mit wenigen Funktionen ausgestattete Eingabeaufforderung cmd.exe, die bis heute aber noch mit Windows 10 ausgeliefert wird.

Im Unterschied zum schwarzen Hintergrund der Eingabeaufforderung kommt die PowerShell in Weiß auf Blau daher und kann sich vom Funktionsumfang schon fast mit Linux-Shells messen, obwohl Microsoft das Teil noch als Alphaversion führt…

Inzwischen kursieren sogar Fotos von Linux-Erfinder Linus Torvalds, der auf der Linuxcon 2016 am Microsoft-Stand locker einen Kaffee trinkt. Noch im Jahr 2000 ernannte Torvalds als Aprilscherz  Microsoft zum Partner in Sachen Linux-Entwicklung – diesen Witz hat die Realität inzwischen weit überholt.

Mit der Frage, ob es sich dabei vielleicht nur um einen Marketing-Schachzug handelt, beschäftigt sich ein ausführlicher aktueller Artikel bei Golem.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Internet, News, Programmierung, Tipps und Tricks, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.