Milgrams Kleine-Welt-Phänomen

Die Welt ist ein Dorf – an den unmöglichsten Stellen findet man unerwartet Bekannte oder Bekannte von Bekannten. Das erkannte auch schon der amerikanische Forscher Milgram, der dafür den Begriff „Kleine-Welt-Phänomen“ geprägt hat, als er 1967 eine Studie mit nur knapp 300 Menschen machte. Dabei mussten diese Leute einen Brief an eine ihnen unbekannte Person schicken, und zwar, indem sie ihn einfach an einen Bekannten schicken, von dem sie vermuteten, dass er den Empfänger kennen könnte.

Die Briefe, die den Empfänger erreichten, gingen im Schnitt über sechs Personen. Es gab Kritik für das Experiment, besonders, weil es einfach zu wenig Teilnehmer waren, um daraus Allgemeingültiges abzuleiten.

Inzwischen gibt es das Internet mit seinen Chats und Sozialen Netzwerken und damit die Möglichkeit, große Datenmengen zu analysieren. Das wurde auch gemacht, zuletzt von Microsoft Research und der Carnegie Mellon Universität. Das Ergebnis der Auswertung von mehr als 30 Milliarden Chatprotokollen ist: Im Schnitt sind die Ketten von einem zum anderen Menschen 6,6 Personen lang. Also kennen Sie Angela Merkel, den Pabst und Obama um 6 Ecken…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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