Milliardenschäden durch Klickbetrug per Bot

BotnetzDer Schaden, den Bots als Klickbetrüger im laufenden Jahr anrichten werden, liegt nach einer Studie der Sicherheitsfirma White Ops, die selbst Dienste zur Bekämpfung solcher Betrügereien anbietet, im laufenden Jahr 2016 bei satten 7,2 Milliarden Dollar – mehr als der gerade bekannt gewordene Verlust der Verbrecher von der Deutschen Bank! Diese Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Werbeverband (Association of National Advertisers, ANA) verfasst.

Der Klickbetrug ist recht einfach: Die Kriminellen schalten Werbung mit hohen CPMs (Cost Per Thousand Impressions – Kosten für den Anbieter pro tausend Werbeeinblendungen) auf ihnen gehörende Systeme und lassen dann die übernommenen Mitglieder eines Botnetzes reichlich darauf klicken.

Abschließend sammeln sie die Vergütungen ein, ohne dass die Werbung je einen echten potentiellen Käufer erreicht hätte. Um dabei auch authentisch zu wirken und nicht zu schnell als Bot erkannt zu werden, verwenden die infizierten Rechner Cookies des eigentlichen Nutzers oder aber sie maskieren einen Desktop-Rechner als Smartphone.

Für neue Botnetze gibt es ein Zeitfenster, innerhalb dessen die Betrüger mit ihnen solange Geld der Werbewirtschaft abziehen können, bis Sicherheitsunternehmen ihnen auf die Schliche gekommen sind – eine Art Hase und Igel-Spiel…

Bild: Tom-b, CC BY-SA

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Internet, Mobilgeräte, News, Programmierung, Recht, Sicherheit, Soziales, Wirtschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.