Mit dem Tor-Browser ins Darknet

Wie komme ich ins Darknet?

Technische Voraussetzung: Internetverbindung und Tor-Browser

Voraussetzung zum anonymen Surfen im Internet ist neben einer funktionellen Internet-Verbindung der Tor-Browser des Tor-Projektes. In einem Blog-Artikel vom Januar 2017 habe ich die Installation des Tor-Browsers unter Windows 10 schon einmal beschrieben, und die Installation hat sich seither auch nicht nennenswert geändert. Hier nochmal kurz die Essentials dazu:

Zunächst ruft man die Downloadseite des Tor-Projekts auf , klickt dann den violetten Auswahlbalken (die Zwiebel war außen schon immer lila) für „Microsoft Windows“ auf und lädt dann den Tor Browser in Deutsch auf seinen PC herunter. Das downgeloadete Installationsprogramm torbrowser-install-7.5_de.exe finden Sie normalerweise in Ihrem Verzeichnis „Downloads“ wieder.

Jetzt starten Sie das heruntergeladene Installationsprogramm als Administrator (mit rechter Maustaste anklicken und aus dem Kontextmenü „Als Administrator ausführen“) und folgen dann genau den Anweisungen auf dem Bildschirm – dann ist der Tor-Browser in wenigen Minuten  installiert und wird bei entsprechender Beantwortung der Abfrage dazu auch sofort gestartet.

Seiten finden ohne Google

Alle Internetseiten im Darknet haben URLs mit der Endung .onion. Um einen solchen Server zu finden, ist die Kenntnis von dessen spezieller URL mit der Endung .onion nötig. Aus solchen Websites sind die dunklen Seiten des Internet gestrickt.

Ein guter Startpunkt für erste Gehversuche im Darknet ist das „Hidden Wiki“ (kpvz7ki2v5agwt35.onion). Es listet eine Reihe von Links auf, unter denen Ihr die gesuchten Informationen findet. Auch Torlinks, Not Evil oder das Onion-Wiki (wikitjerrta4qgz4.onion) sind solche Darknet-Startseiten, auf denen weitere „dunkle“ Seiten verlinkt sind. Dort findet man zahlreiche interessante Informationen. Und wer mal so richtig experimentieren will, nutzt den „ultimativen Darknet-Index“. Was es damit auf sich hat, zeigen wir hier. Das praktische ist, dass der Tor-Browser dabei nahtlos zwischen Darknet und „normalem“ Internet (Clearnet) wechselt.

Noch eine deutliche Warnung zum Filesharing: Ziehen sie keine Torrents über das Tor-Netz, denn Torrent-Filesharing-Programme pfeifen üblicherweise auf die Proxy-Einstellungen und verbinden Ihren Computer möglicherweise direkt, was ihre echte IP-Adresse für Abmahnanwälte und deren Gehilfen bei GET-Anfragen des Trackers offenlegen kann. Dann liegt nämlich trotz Tor-Browser möglicherweise recht schnell die nächste Abmahnung im Briefkasten…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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