Nach den Panama-Papers kommen die Paradise-Papers

Die von investigativen Journalisten unter anderem von der Süddeutschen Zeitung, dem WDR und dem NDR veröffentlichten Panama Papers haben schon die Welt der Reichen, Mächtigen und Steuerbetrüger mit fast 3 Terabyte an E-Mails, Urkunden, Kontoauszügen und Geschäftsbriefen ans Licht der Öffentlichkeit gebracht – die Daten stammten von der Anwaltskanzleip Mossack Fonseca aus Panama, spezialisiert auf die Errichtung von Scheinfirmen für lichtscheue Geschäfte der begüterten Kundschaft, daher der Name.

Jetzt haben die Investigativjournalisten erneut millionenfach Daten über Steuerschlupflöcher und über potentiell brisante Steuerschlupflöcher von Prominenten und Politikern ausgewertet.

Bei dem neuen Datenleck Paradise-Papers gehe es diesmal um insgesamt 13,4 Millionen Dokumente aus Steueroasen in aller Welt, die Namen von mehr als 120 Politikern aus fast 50 Ländern würden auftauchen, außerdem auch Unternehmer und Sportler. Auch zu den Geschäftspraktiken mehrerer Weltkonzerne gebe es Informationen in den geleakten Dokumenten.

Darin sollen auch mehr als ein Dutzend Berater, Kabinettsmitglieder und Großspender von US-Präsident Donald Trump auftauchen, darunter auch Geschäftskontakte nach Russland.

Im Fokus steht vor allem US-Handelsminister Wilbur Ross, der als Privatmann von Geschäften mit einer Firma profitiere, die dem Schwiegersohn des russischen Präsidenten Wladimir Putin und anderen Kreml-nahen Geschäftsleuten gehöre.

Foto: Panama City, dsasso, CC BY-SA 2.0

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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