Nach Folter noch 35 Jahre Haft für Bradley Manning oben drauf

Bradley_Manning_US_ArmyDie USA – ein Hort der Freiheit? Das war dieser merkwürdige Staat wohl noch nie, aber er hielt zumindest den Anspruch darauf immer hoch. Doch Schein und Sein gehen gerade in den USA immer mehr auseinander.

Da zeigt ein teilweise naiver, junger Mann namens Bradley Manning, der Gewissensbisse hat, den Menschen in der ganzen Welt, warum: Weil amerikanische Piloten in Afghanistan eine Art Hasenjagd auf Zivilisten veranstalten und das auch noch in Videos dokumentieren.

Und wer die Botschaftsdepeschen liest, und sich fragt, wie man denken muss, wenn man solche Depeschen verfasst, kommt doch auf alle Fälle zu dem Schluss: Wer so denkt, dessen Freund kann ich nicht sein.

Die USA haben ja auch keine wirklichen Freunde. Sie haben einen Hund, der heißt Cameron und tut alles, was Herrchen sagt. Früher hieß der Köter mal Brown, Blair und davor Major, es war aber immer der Hund der Amis.

Und sie haben Interessen: Sie wollen Öl, Gas und vor allem Daten von Menschen und Firmen aus aller Welt, um deren Geheimnisse zu stehlen und damit Geschäfte zu machen. Und wer auch Jäger und Sammler ist oder Horch und Guck nachtrauert wie Stasi-Merkel, darf mit den Herren aus Washington (FBI), Langley (CIA) und Fort Meade (NSA) auch Daten tauschen.

Merkel hört Amis ab, was Obama ja nicht darf, dafür horcht und guckt Obama Krauts aus, was Merkel nicht darf – die Daten werden dann ausgetauscht und beide können sagen: alles legal!

In den 90er Jahren war ich mehrfach in den USA – und das dortige Pseudo-„Law and Order„-Prinzip fiel mir als eher alternativem Deutschem sofort bei der ersten Einreise 1989 unangenehm auf. 1995, als ich die ersten Kopien von Windows 95 aus New York nach Lüdinghausen holte, verstärkte sich der extrem unangenehme Eindruck eines korrupten Polizeistaates. Auch meinen Begleitern fiel das bei mehreren Gelegenheiten auf.

Deshalb war ich seither nicht mehr in den USA – und werde dort wohl auch nie wieder einreisen. Obama war für mich eine Hoffnung auf Besserung – und menschlich ist er für mich die größte Enttäuschung aller Zeiten im Zusammenhang mit den USA.

Obama hat wirklich alle seine hehren Ziele verraten und verkauft. Ich bin auch der Meinung, dass man ihm den Friedensnobelpreis wieder abnehmen sollte, den er sich mit Lügen und falschen Versprechungen ergaunert hat.

Googeln Sie mal nach, was Obama richtiges zu Whistleblowern gesagt hat, bevor er Verantwortung hatte, hier ein Zitat aus dem Spiegel:

Whistleblower seien häufig die beste Quelle für Informationen über Verschwendung, Betrug und Missbrauch in der Regierung, heißt es im Übergangsprogramm des 2008 gewählten, aber noch nicht amtierenden Präsidenten Barack Obama. Ihr „Mut und Patriotismus“, so geht es weiter, könne Leben retten und spare dem Steuerzahler oft viele Dollars. Sie sollten in ihrem Tun „ermutigt, anstatt erstickt“ werden.

Zum heutigen Urtei schreibt der Spiegel:

35 Jahre, das ist eine hartes Urteil. Und es ist ein Exempel. Wer einen 25-jährigen Whistleblower zu einer solchen Haftstrafe verurteilt, die seine bisherige Lebenszeit deutlich überschreitet, der setzt ein Ausrufezeichen. Im Fall von Bradley Manning hat Militärrichterin Denise Lind deutlich gemacht: Wer US-Geheimnisse verrät, der kann nicht mit Gnade rechnen. Heutzutage.“

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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