Nachrichtenseiten in Jordanien gesperrt

kabel-mit-knotenIm Nahen Osten werden immer mehr Internetdienste geblockt, weil die Herrschenden Angst vor ihren Völkern haben. Nach der Türkei und Syrien sperrt seit gestern auch in Jordanien bestimmte Webseiten, berichtet die jordanische Presseagentur PETRA.

Von dieser Sperre betroffen sind alle inländischen Nachrichten-Angebote, die keine Lizenz vom jordanischen Presse-Ministerium besitzen. Gesetzliche Grundlage ist ein Gesetz zur Sperrung von Webseiten, das schon im letzten Sommer verabschiedet worden war.

Seitdemr müssen sich Seitenbetreiber für eine Nachrichtenlizenz bewerben und dafür dann umgerechnet gut 1000 Euro bezahlen. Vor der Verabschiedung dieses Gesetzes kam es in Jordanien zu landesweiten Netzprotesten, die aber letztlich nichts bewirkten.

Die Behörde für Presse und Veröffentlichungen stellte den jordanischen Internet-Providern jetzt eine Liste mit zu sperrenden Webseiten zu. Insgesamt  enthält diese Liste 250 URLs, schreibt das jordanische Nachrichtenportal Al Bawaba, das selbst keine Lizenz beantragt hat, zurzeit aber noch nicht geblockt ist.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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