Neues Autoplay bei Google-Browser Chrome

Die Programmierer von Googles Browser Chrome haben jetzt in ihrem Blog angekündigt, dass Chrome 64 die Autoplay-Funktion standardmäßig abschalten wird. Internetseiten können dann nur noch solche Videos automatisch starten, deren Ton nicht auch automatisch wiedergegeben wird.

Speziell bei nervender Werbung werden das wohl viele der Benutzer als Erleichterung betrachten. Schon seit längerer Zeit bieten viele Browser die Option, den Ton über ein Icon im Tab einer Webseite auszuschalten.

Natürlich kann das automatische Starten von Bild und Ton bei manchen Sites auch erwünscht sein, zum Beispiel auf  Videoportalen wie Youtube. Deshalb können die Anwender in den Einstellungen einer geöffneten Seite selbst festlegen, wie die Autoplay-Sperre arbeiten soll. Der Sound wird auch dann immer freigegeben, wenn man die Seite bei mobilen Geräten auf den Homescreen legt.

Es kommt auch noch eine Automatik dazu: Hat der Anwender öfter Videos von einer Seite manuell gestartet, wird Autoplay für diese Seite auch freigeschaltet. Das gilt nach einer weitergehenden Beschreibung von Google aber nicht automatisch für iFrames, eine Technik, die häufig für Werbung eingesetzt wird. Die Entwickler erklären dazu, die Seitenbetreiber könnten das aber auch freischalten. Das heißt dann im Klartext: Wenn also auch mit Chrome 64 Werbung immer automatisch mit Ton abgespielt wird, ist das von den Webentwicklern dieser Internetseite so vorgesehen.

Die Änderungen sollen mit der Version 64 von Chrome eingeführt werden, die im Januar 2018 erscheinen soll. Wegen der weitreichenden Auswirkungen eines veränderten Autoplay auf die Webwirtschaft kündigt Google das alles schon jetzt an. Schon mit Chrome 63 sollen die Anwender die Möglichkeit bekommen, die Tonausgabe gezielt bei einzelnen Webseiten zu sperren.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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