Nokia N1 – bei Grundig und Commodore angekommen?

NokiaN1„Wir haben da was vor.“ hieß es bei Ex-Smartphone-Hersteller Nokia in den vergangenen Tagen und heizte die Gerüchteküche ein wenig an. Eine Streaming-Box wurde schon vermutet – jetzt ist es doch nur ein weiteres Android-Tablet geworden. Das angeblich in Finnland designte Nokia N1 wird nach Informationen von Heise von einem Lizenznehmer hergestellt und vertrieben und soll im ersten Quartal 2015 zunächst in China verkauft werden.

Das Tablet mit seinem laminiertem 7,9-Zoll-Display (2048 × 1536 Pixel) befeuert ein Intel Atom Z3580 Vierkernprozessor mit 2,3 Ghz. Dazu hat es noch 2 GByte Arbeitsspeicher und 32 GByte für Dateien. Eine 8-Megapixel-Kamera hinten und eine mit 5 Megapixel vorne bilden die Abteilung Foto. Connectivity gibts über WLAN (802.11a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.0 und den neuen Type-C-USB-Port. Der Akku des Nokia N1 hat eine Kapazität von 5300 mAh.

Betriebssystem des Nokia N1 ist der Dauerlutscher Android 5.0 („Lollipop“) mit dem von Nokia entwickelten „Z-Launcher“, den Nokia wie auch das Produktdesign an weitere Hersteller lizenzieren will. Das Alugehäuse ist knapp 7 mm dünn und wiegt weniger als 320 Gramm. In den Farben „Natural Aluminum“ und „Lava Gray“ soll das Tablet für rund 250 US-Dollar zzgl. Steuern in den Handel kommen.

Nach dem Verkauf seiner Handysparte an Microsoft darf Nokia bis auf Weiteres keine Handys unter eigener Flagge mehr auf den Markt bringen, Tablets sind offenbar noch erlaubt. Die Finnen haben angeboten, ihre Marke Nokia für weitere Produkte zu lizenzieren, wenn es „passt“.

Obwohl das Nokia N1 sich nach der Ausstattung und dem Preis durchaus sehen lassen kann, sind die Kommentare dazu ungewöhnlich eindeutig:

Ein Me-Too-Tablet, mit bei Apples iPhone photokopiertem Design und jetzt in einer Linie mit Firmen wie Grundig oder Commodore, die nichts mehr als ihren Namen haben…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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