NSA-Ausschuss: Schreibmaschinen als Schutz vor Spionage

Patrick Sensburg_Wikipedia_MK HoffeDer Vorsitzende des NSA-Ausschusses im Bundestag,  CDU-Mann Patrick Sensburg, zieht mit einer mehr als kranken Idee Spott und Hohn auf sich und seine Partei. Er hat ein Comeback der Schreibmaschine gefordert – um Spione abzuwehren. Die Kommentare gehen von “grotesk” und “lächerlich” bis hin zu “absurd”.

CDU mit Schreibmaschine als Mittel gegen Spionage

Ausgerechnet die gute alte Schreibmaschine soll das Mittel gegen Überwachung und Spionage sein. Diesen Eindruck erweckt der Vorsitzende des NSA-Ausschusses Patrick Sensburg (CDU).

Der Ausschuss wolle künftig auch auf “klassische Kommunikation” setzen, um sich so vor Lauschangriffen zu schützen, kündigte er heute an. Der Ausschuss erwäge den Einsatz mechanischer Schreibmaschinen, um damit geheime Dokumente zu verfassen, sagte Sensburg der ARD.

Geheimdienste abschaffen statt Schreibmaschine anschaffen

Im NSA-Ausschuss sorgten diese Äußerungen des eigenen Vorsitzenden für merkliches Unbehagen. “Bevor ich Schreibmaschine nutze, Zettelchen nach dem Lesen verbrenne, schaffe ich lieber die Geheimdienste ab“, twitterte die Obfrau der Linken im Gremium, Martina Renner. Und die Fraktionsvize der Linken Sahra Wagenknecht bezeichnete die Idee als “grotesk“.

Auch vom SPD-Obmann im Ausschuss, Christian Flisek, gab es heftige Kritik an Sensburg für dessen Äußerungen. “Mit der Forderung nach mechanischen Schreibmaschinen wird unsere Arbeit eher ins Lächerliche gezogen. Wir leben im 21. Jahrhundert, viele Menschen kommunizieren weitgehend digital. Wirksame Spionageabwehr funktioniert ebenfalls digital. Die Vorstellung, sich mit einem Rückzug an die Schreibmaschine vor Überwachung schützen zu können, ist absurd. Gerade jetzt geht es darum, verloren gegangenes Vertrauen in digitale Infrastruktur wiederherzustellen“, sagte Flisek dazu.

Da erübrigt sich jeder weitere Kommentar

Kommentieren braucht man diesen Vorschlag der CDU wohl nicht. Er macht mehr als deutlich, wes Geistes Kind diese “NSA-Aufklärer” sind und wie wenig ernst diese Politiker schon ihre eigene Ausspähung sehen. Und die Ausspähung von uns anderen 80 Millionen “normalen” Deutschen geht denen doch sowieso am A…. vorbei – solange die Diäten regelmäßig erhöht werden und Parteispenden in der Kasse landen.

Abschließend noch ein Hinweis zur Bildung unserer Beamten hier in NRW: Patrick Sensburg ist nicht nur Bundestagsabgeordneter, sondern auch Professor an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen in Münster.

Solche Professoren sind ein echtes Armutszeugnis für jede Schule! Seine Doktorarbeit soll der von Plagiator und Ex-Doktor von und zu auf und davon Guttenberg recht nahekommen…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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