Nutzungsbedingungen: Klo putzen und Hundekot aufsammeln

Eigentlich war ein Beweis dafür, dass die meisten Nutzer Nutzungsbedingungen bzw. AGB in aller Regel zustimmen und das zustimmende Häkchen setzen, ohne sie überhaupt zu lesen, für Kenner der Materie nicht wirklich nötig. Aber lustig war er schon!

Lachend ins Wochenende

Der vierzehntägige Test des WLAN-Providers Purple, über den Heise heute berichtet, ist auch nicht mehr nur eine Bestätigung, sondern hat schon den Charakter eines Offenbarungseides.

Die Nutzungsbedingungen des britischen Anbieters von freiem WLAN hatten es in sich: Wer ihnen zustimmte, verpflichtete sich auch, 1.000 Stunden gemeinnützige Arbeit zu leisten. Genannt sind da zum Beispiel Kotaufsammeln in Parks, Abwasserkanäle oder mobile Toiletten auf Festivals zu säubern und Kaugummis von der Straße zu kratzen.

Die Nutzer hatten dabei auch die Gelegenheit, fragwürdige Inhalte in eben diesen Nutzungsbedingungen zu melden. Dabei hatte Purple diese Nutzungsbedingungen zuvor schon von vorher 1.600 Seiten auf 260 Seiten verdichtet. Das Ergebnis spricht wirklich Bände.

22.000 Nutzer stimmen den Bedingungen zu

Letztlich stimmten 22.000 Nutzer des von Purple angebotenen freien WLAN den Nutzungsbedingungen des Providers zu und haben sich damit zu 1000 Sozialstunden verpflichtet, resümiert das Unternehmen. Nur ein einziger! Nutzer hat dabei zweifelhafte Passagen gemeldet.

Allerdings müssten die 22.000 Abnicker möglicherweise nicht nur Schmutz beseitigen und Kacke aufsammeln, denn zu den aufgezählten Arbeiten gehörte zum Beispiel auch, Schneckenhäuser zu bemalen und streunende Tiere zu herzen, um ihre Existenz aufzuhellen…

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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