Ordnungswidrigkeit berechtigt zum Zugriff auf Mailpasswörter?

Sabine Leutheusser-SchnarrenbergerEs ist erschreckend, was im Gesetzentwurf der Regierungsparteien CDU, CSU und FDP zur sogenannten Bestandsdatenauskunft zu lesen ist. Da sollen Anbieter verpflichtet werden, „Zugangsdaten zu E-Mail-Konten und IP-Adressen an Polizei, Zoll und Geheimdienste“ herauszugeben.

„Schlichte Ordnungswidrigkeiten dürfen nicht den Zugriff auf Telekommunikationsdaten eröffnen“, sagte dazu der Sprecher für Innen- und Netzpolitik der Grünen Konstantin von Notz.

Schließlich hatte das Bundesverfassungsgericht verlangt, die verfassungswidrigen Regelungen zu entschärfen und nicht zu verschärfen, wie es die schwarzgelbe Regierung offensichtlich tut.

Allerdings sind die meisten Email-Passwörter nicht direkt gespeichert, sondern nur als Hash, häufig auch gesalzen. Das wird den datengeilen Politikern wohl in der Regel nicht wirklich helfen, intime Emails mitzulesen…

Weitere Details dazu finden Sie bei Golem.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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