Porno-Filter bei Tumblr

Ausgerechnet Tumblr, vorsichtig ausgedrückt eine Ikone des körperbetonten Bildmaterials, hat jetzt einen Porno-Filter eingeführt, der sich “Safe Mode” nennt und “sensitiven Content” ausblendet.

Sensible Augen vor nackten Tatsachen schützen

Der Filter könnte auch die künstlerische Darstellung nackter Körper ausblenden, aber seien wir mal ehrlich: Wer sucht denn Kunst auf Tumblr? Das wirft aber auch die Frage auf, ob es bei Tumblr bald leer und langweilig zugeht.

Phantasie statt Porno

Die Filterfunktion ist für Erwachsene freiwillig. Wenn man ihn scharf schaltet, verschwinden alle als “explizit” gekennzeichneten Blogs und tauchen auch nicht mehr in Suchergebnissen auf.

Das ist unerfreulich für Benutzer unter 18 Jahren: Die können den “Safe Mode” nämlich nicht abschalten. Dazu schreibt Tumblr wenig hilfreich zur Aufmunterung “Ihr müsst Eure Phantasie nutzen”.

Schafft sich Tumblr selbst ab?

Es wird auch schon im Netz die Frage gestellt, ob sich Tumblr damit selbst abschafft, denn ohne eingeloggt zu sein, kann man die NSFW-Inhalte (Not Safe For Work – ungeeignet für den Arbeitsplatz) auch nicht mehr sehen.

Das bedeutet aber, dass Google die sexy Inhalte jetzt auch nicht mehr listet. Das macht das Netz zwar kaum sauberer, könnte aber das seit jeher mit Pornografie verknüpfte Image von Tumblr verbessern, was aber dem Eigentümer Verizon allerdings eher nicht gefallen dürfte, denn durch den Porno-Filter ist mit einem deutlichen Traffic-Einbruch bei Tumblr zu rechnen.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
Dieser Beitrag wurde unter Internet, News, Sicherheit, Soziales abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.