Postchef Appel will Roboter Steuern zahlen lassen

DeutschePostDie Computer haben schon ganze Berufszweige ausgelöscht wie beispielsweise die Technischen Zeichner – den Beruf gibt es dank Autocad & Co. überhaupt nicht mehr. Aber auch der “Fließbandarbeiter” ist weitgehend durch Roboter ersetzt und sogar die Autos werden inzwischen schon von Computern gesteuert – manche Modelle haben noch nicht einmal mehr ein Lenkrad.

Neoliberalismus zwingt Menschen in prekäre Arbeit oder zur Arge

Was passiert aber mit den Menschen, die vorher diese Jobs gemacht haben? Wenn sie Glück haben, werden sie nur entlassen und dann als prekäre Arbeitskräfte über irgendein Firmenkonstrukt zum halben Lohn wieder eingestellt. Wenn sie weniger Glück haben, bleiben sie bis zu ihrem Lebensende Hartz IV-Empfänger und verschlechtern sich nach dem Erreichen des Rentenalters als Rentner in Grundsicherung.

Ein Leben in prekären Verhältnissen ist als im Grunde schon vorbestimmt. Deshalb forden immer mehr Fachleute, daß die Computer, die Arbeitsplätze ausfüllen, die vorher Menschen innehatten, auch Steuern und Sozialabgaben bezahlen, um für die aus dem Leben ausgegrenzten Arbeitern ein bedingungsloses Grundeinkommen zu zahlen.

Postchef Appel will in Zukunft nur noch Roboter Steuern zahlen lassen

Vorstandschef Frank Appel will jetzt seine Mitarbeiter mit Datenbrillen ausrüsten und sieht in der Digitalisierung mit dieser und vielen weiteren Anwendungsmöglichkeiten eine “Riesenchance” für seinen Konzern, weil die Produktivität dadurch massiv steigen könne.

Dabei werde die Arbeit in den neuen Fabriken dann allerdings “im Wesentlichen von Robotern erledigt“, sagte der Manager der Welt am Sonntag. Appel regte deshalb an, in Zukunft bei der Arbeit von Menschenhand auf die Mehrwertsteuer zu verzichten – und nur noch die Arbeit von Robotern zu besteuern. “Warum denn nicht? Man sollte das zumindest einmal durchdenken. Lebensmittel etwa sind ja auch vergünstigt bei der Mehrwertbesteuerung“, erläuterte Appel.

Der Vorschlag zeigt den richtigen Weg auf, geht allerdings meines Erachtens nicht weit genug.

Inzwischen hat sich nämlich auch bei den eingefleischtesten neoliberalen Ausbeutern herumgesprochen, daß Menschen, die kein Geld mehr bekommen, auch die in ihren Fabriken produzierten Waren oder die übers Datennetz angebotenen Dienstleistungen nicht mehr kaufen können – und ein Wirtschaftssystem, in dem kaum noch jemand mehr als sein Essen kaufen kann- wenn überhaupt-, kann nicht funktionieren.

Über Klaus

Ich beschäftige mich schon seit 40 Jahren mit dem Internet. Meine Schwerpunkte sind Seitenerstellung, Programmierung, Analysen, Recherchen und Texte (auch Übersetzungen aus dem Englischen oder Niederländischen), Fotografie und ganz besonders die sozialen Aspekte der "Brave New World" oder in Merkel-Neusprech des "Neulands".
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